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„My Little Pony“ – Ponyparade mit Maite Kelly

Kino „My Little Pony“ – Ponyparade mit Maite Kelly

Wo die bunten Pferde und Einhörner singen, da lass dich ruhig nieder. Die glückliche Gemeinschaft des Fantasielandes Equestria wird in „My Little Pony“ (Kinostart am 5. Oktober) durch eine dunkle Macht bedroht. Am Ende siegt das Gute. Ganz so stupide wie die Farbgebung befürchten lässt, ist der Trickfilm für die Kleinsten nicht.

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Farbe lass nach: Skystar und Pinkie Pie gehören zu der quietschbunten Truppe, die Equestria vor bösen Mächten retten muss.

Quelle: Image Courtesy of Lionsgate and Hasbro.

Hannover. Sie heißen Twilight Sparkle, Pinkie Pie, Rainbow Dash, Applejack, Rarity und Fluttershy. In Fankreisen werden sie als „Mane 6“ bezeichnet. Wie die „Transformers“ gehen sie auf eine Spielzeugserie des Konzerns Hasbro zurück. Aber ansonsten verbindet sie kaum etwas mit den Robot-Autos, die in diesem Jahr bereits zum fünften Mal über die Leinwände tobten. Die putzigen Ponys und Einhörner, die schon mehrere TV-Animationsstaffeln auf ihren Buckeln haben, leben in einem quietschbunten Fantasy-Reich namens Equestria. Das wird in ihrem Kinodebüt nun von außen bedroht.

Der Sturmkönig muss besiegt werden

Während der Vorbereitungen zum großen Freundschaftsfestival verdüstert sich plötzlich der Himmel über Equestria. Tempest Shadow – ein Einhorn, das sich auf die dunkle Seite der Macht geschlagen hat – rückt im Auftrag des Sturmkönigs mit dessen Schergen an. Als einziger der vier equestrischen Prinzessinnen, deren magische Kräfte sich der Unhold einverleiben will, gelingt Twilight Sparkle die Flucht. Verfolgt von Tempest Shadow, versucht sie zusammen mit ihren fünf besten Freundinnen und ihrem kleinen Hausdrachen Spike Verbündete zu finden, um die finsteren Pläne des Sturmkönigs zu durchkreuzen.

Es gibt auch Momente der Selbstironie

Auf eine Einführung wird verzichtet. Die Welt von Equestria und ihre Hauptfiguren werden als bekannt vorausgesetzt. Die Animation ist schlicht gehalten, die Story übersichtlich. Hinzu kommen noch ein paar Gesangseinlagen, wie man sie aus Disney-Trickfilmen kennt. Und etwas Action sowie Humor zur Auflockerung bedrohlicher Situationen dürfen natürlich nicht fehlen. Letzterer geht auch mal ins Selbstironische. Etwa wenn der Sturmkönig plärrt: „Ich habe diesen süßen Ponyquatsch sowas von satt!“

Doch nicht nur deswegen sollte man den Film keineswegs einfach als Kitsch für kleine Mädchen abtun. Schließlich werden hier Werte wie Freundschaft und Zusammenhalt überzeugend vermittelt. Einleuchtend zudem die Hintergrundgeschichte von Tempest Shadow, die erklärt, warum sie böse geworden ist, aber auch, warum sie wieder auf den rechten Pfad geführt werden kann. Leider ist ihre deutsche Stimme etwas ausdrucksarm. Maite Kelly mag ja singen können, aber als Synchronsprecherin muss sie noch lernen.

Von Jörg Brandes / RND

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