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Dänen finden größten Wikinger-Goldschatz

Südjütland Dänen finden größten Wikinger-Goldschatz

Drei Amateurarchäologen haben in der zweiten Juniwoche einen großen Fund gemacht, als sie mit Metalldetektoren ein Feld absuchten. Es handelt sich um sechs Armreifen aus Gold und einen aus Silber aus dem 10. Jahrhundert. Sie brachten den Schatz sofort zum Museum von Sönderskov.

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Das sind die kostbaren Schmuckstücke, die von Hobby-Archäologen gefunden wurden.

Quelle: Screenshot/Nationalmuseum Kopenhagen/www.natmus.dk

Vejen. "Ich habe mir nicht in der wildesten Fantasie vorstellen können, dass ein solch großer Goldfund aus der Wikingerzeit in unserer Gegend möglich sein könnte", sagt Museumsdirektor Lars Grundvad. "Denn mit einem Gewicht von rund 900 Gramm haben die drei Dänen den größten-Wikinger-Goldschatz in der dänischen Geschichte gefunden", betätigt das Nationalmuseum. Museumsdirektor und Wikingerexperte Peter Pentz geht davon aus, dass die Armreifen der absoluten Elite in der Wikingerzeit gehörten. Denn normalerweise sei Schmuck aus Silber gefertigt worden. Gold sei so wertvoll gewesen, dass es wenn überhaupt nur in kleinen Anteilen verarbeitet worden.

Das bestätigt auch der schleswig-holsteinische Landesarchäologe Prof. Claus von Carnap-Bornheim. "Die Wikingerzeit ist eigentlich eine Zeit des Silbers. Es wurden auch mal Schmuckstücke vergoldet, aber Stücke aus massivem Gold sind sehr selten. Dieser Fund in Dänemark ist deshalb besonders und von außergewöhnlichem Wert."

Fundort erhält besondere Bedeutung

Der Direktor von Schloss Gottorf geht wie sein dänischer Kollege davon aus, dass der Fund den Ort in ein besonderes Licht rückt. "Diese Armringe waren nicht zufällig dort. Solch ein Fund ist in eine Struktur eingebunden, und die muss jetzt erforscht werden", sagt von Carnap-Bornheim, "der Fund kann unheimlich viel auslösen."

In Schleswig-Holstein wurde übrigens bisher nur ein goldener Armreif aus der Wikingerzeit gefunden, und zwar in Füsing an der Schlei. Der Armring ist nicht ausgestellt, das Museum Haithabu zeigt aber andere goldene Schmuckstücke, etwa aus dem berühmten Frauengrab.

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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