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Wiener Philharmoniker schaffen ein Haus für Asylsuchende

Migration Wiener Philharmoniker schaffen ein Haus für Asylsuchende

Mit ihren Konzerten pflegen sie das kulturelle Erbe der Menschheit. Nun setzen die Wiener Philharmoniker auch mit tatkräftiger Hilfe für Flüchtlinge ein Zeichen humanitärer Gesinnung.

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Die Wiener Philharmoniker engagieren sich. Foto: Zoltan Mathe

Wien. Die Wiener Philharmoniker organisieren eine Unterkunft für Asylsuchende und helfen zugleich als Paten bei der Finanzierung des Projekts.

Dafür werde das weltbekannte Orchester unter anderem am 5. Dezember in St. Pölten ein Benefizkonzert geben, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Zudem bitten die Musiker um Spenden für das "Wiener Philharmoniker Haus für Asylsuchende".

Es wird in einem ehemaligen Gasthof im niederösterreichischen St. Aegyd eingerichtet und soll ab Anfang kommenden Jahres zur Verfügung stehen. "Integration ist immer wesentlich, wenn es um ein gemeinsames Wirken geht; ganz gleich ob es sich um Musiker in einem Orchester, um Einwohner innerhalb eines Staatengefüges oder um Mitglieder einer Interessensgemeinschaft handelt", heißt es in einer Erklärung des Orchesters.

Das Gebäude soll für rund 250 000 Euro angekauft und baulich so angepasst werden, dass es Asylbewerbern vier Wohneinheiten bietet, sagte Projektleiter Norbert Täubl der APA. Betrieben wird die Unterkunft vom Diakonie Flüchtlingsdienst.

Das Orchester übernimmt eine dauerhafte Patenschaft. "Damit wollen wir nicht nur ein Zeichen der humanitären Gesinnung setzen, sondern einen Raum für Verständigung eröffnen, von der alle langfristig profitieren, auch die Gemeinde und letztlich unsere Gesellschaft", erklärte Orchester-Vorstand Andreas Großbauer.

Der Gastraum des Hauses soll als Ort für Sprachkurse und Begegnungen eingerichtet werden. Die Philharmoniker wollen in dem Haus auch Kammerkonzerte anbieten und in direkten Kontakt mit den Bewohnern treten. Begleitet wird das Projekt durch eine filmische Dokumentation. Die örtliche Bevölkerung sei im Vorfeld in die Planungen eingebunden gewesen.

dpa

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