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Wotan Wilke Möhring gegen zu viel "Privatgedöns"

Medien Wotan Wilke Möhring gegen zu viel "Privatgedöns"

Der neue "Tatort"-Kommissar Wotan Wilke Möhring legt mehr Wert auf die Fälle als auf das "Privatgeplänkel" der Ermittler."Die Realität um uns herum ist so komplex und so grausam oft, da finde ich es gut, wenn sich Fälle auch wirklich darum scheren", sagte der 45-Jährige in einem Interview des Norddeutschen Rundfunks (NDR), für den er seit Dienstag seinen ersten Film als Ermittler Thorsten Falke dreht.

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Wotan Wilke Möhring wird als «Tatort»-Kommissar in Norddeutschland auf Verbrecherjagd gehen.

Quelle: Fredrik von Erichsen

Hamburg. t.

Die gezeigten Fälle könnten ja durchaus Antworten liefern: "Wie geht man mit solchen Situationen um, wie begegnet man solchen Elementen in unserer Gesellschaft? Das finde ich viel wichtiger als das Privatgedöns der Kommissare", sagte Möhring dem Hörfunksender NDR 90,3. Genau dahin gehe ja auch die neue Entwicklung - "weg von dem, wo es nur um das Privatgeplänkel geht, welchen Rotwein man trinkt und welche Kutteln gegessen werden."

Was für ein Kommissar er sein werde, verriet der Schauspieler ebenfalls. Kein neuer Schimanski, denn "den gab's ja schon". Er wolle nicht sagen, dass sein Thorsten Falke aus der linken Szene komme. Aber er sei einer, "der sich eben auch auskennt auf der Straße, der auch aus einem Problembezirk in Hamburg kommt und der vieles aus dem Bauch heraus entscheidet". Falke lege Wert auf Eigenschaften wie Kameradschaft, Loyalität und Verlässlichkeit.

Als Konkurrent zu Til Schweiger, der im September die Nachfolge des Hamburger Ermittlers Cenk Batu (Mehmet Kurtulus) antreten will, sieht sich Möhring nicht. "Nein, um Gottes Willen! Ich würde sagen, Til ist ein Freund. Das ist ein mehr als geschätzter Kollege", betonte er, der als Falke seinen zweiten Fall schon außerhalb Hamburgs klären will. Sowohl Schweiger als auch Möhring sollen in ihren ersten "Tatort"-Krimis 2013 zu sehen sein.

In der "Bild"-Zeitung verriet Möhring unterdessen: "Ich habe vieles ausprobiert. Ich habe Autos geknackt, Hausfriedensbruch begangen, gebettelt und mich geprügelt. Das Verbotene war der Reiz." Dieses Gefühl, ohne Führerschein ein Auto zu fahren, das man auch noch gestohlen hat, sei einfach spannend gewesen. "Ich hatte immer Glück. Ich bin immer mit einem blauen Auge davongekommen", sagte er.

dpa

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