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Auf großer Fahrt

13. Auflage der Folk Baltica Auf großer Fahrt

Unter dem Motto Die große Reise stellte der künstlerische Leiter Harald Haugaard in Flensburg den Schwerpunkt der Folk Baltica 2017 vor. „Musik hat schon immer große Reisen unternommen und war für viele Menschen Sprache und Pass zugleich – sie vereinigt Kulturen und überwindet Grenzen.“ Gerade in der heute konfliktreichen und polarisierten Welt bringe sie die Menschen zusammen. Dies soll durch das Festivalthema hervorgehoben werden.

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Galionsfigur der Folk Baltica 2017: Die Berliner Sängerin Doto Kehr.

Quelle: pa/obs/obs/GEMA/Sandra Ludewig

Flensburg/Kiel. Von Andreas Guballa

Auf ihre große Fahrt nehmen die Veranstalter wieder zahlreiche Künstler aus Deutschland, Skandinavien, Polen, England, Kanada, USA und sogar der Karibik mit. „Jeder Musiker ist auf seine Art und Weise ein Reisender – die Geschichten darüber erzählen sie in ihrer Musik“, so Haugaard (41), selbst Geiger. Als Galionsfigur, neudeutsch: Artist in Residence, ist die Berliner Sängerin Doto Kehr mit an Bord. Die studierte Medizinerin ist Frontfrau und Mastermind ihrer Berliner Band „Dota und die Stadtpiraten“, Singer-Songwriterin und Musikproduzentin. In unterschiedlichen Zusammensetzungen wird sie bei der Folk Baltica in neun Projekten zu erleben sein. „Nur wenige können so wie Dota Kehr mit poetischer Zärtlichkeit über das Alltagsleben, den Klimawandel und die große Liebe singen. Wir sind stolz darauf, eine der wichtigsten Liedermacherinnen unserer Zeit als Hauskünstlerin präsentieren zu können“, freut sich Geschäftsführerin Juliana Thun.

 Nach einem Auftaktkonzert in der Messe Husum am 13. Mai wird das Festival offiziell am Mittwoch, 17. Mai, im Alsion in Sonderborg mit dem vor vier Jahren gegründeten Jugendensemble aus 50 jungen Talenten von beiden Seiten der deutsch-dänischen Grenze eröffnet. Eine Reihe der Festivalkünstler werden das Ensemble unter Leitung von Harald Haugaard begleiten und das Thema Die große Reise widerspiegeln. „Das Eröffnungskonzert ist eine epische Inszenierung unseres Festivalthemas“, verrät der Festivalchef.

 Gut 3000 Reisekilometer liegen zwischen Stockholm und Lissabon. Und auch kulturell scheint die beiden Metropolen Einiges zu trennen: Hier die kühle nordische Schönheit, dort die südländisch-vibrierende Stadt am Tejo. Vier Musiker aus Schweden und Portugal wagen am 20. Mai im Kulturforum Kiel einen ungewöhnlichen Brückenschlag zwischen Süd- und Nordeuropa – und finden ihre gemeinsame Sprache mit einer Kombination aus traditioneller schwedischer Musik und feinem portugiesischen Fadogesang. Zusammen mit Alejandra Ribera öffnen sie ein Fenster zur Welt. Die aus Toronto stammende Sängerin ist die Tochter eines Argentiniers und einer Schottin. Weitere Konzerte in der Region gibt es in Gettorf (18.5.: Die Schönheit der Straße), Büdelsdorf (19.5.: TonArt), Eckernförde (19.5.: Tief verwurzelt) und Schleswig (21.5.: Klangtraditionen).

 Dank neuer Sponsoren und erhöhter öffentlicher Zuwendungen konnte das Budget für die Folk Baltica auf 290000 Euro für das Jahr 2017 gesteigert werden. „Das bedeutet neue Spielstätten, mehr Konzerte und mehr Künstler“ freut sich Geschäftsführerin Juliana Thun.

 Der Vorverkauf startet am 1. Dezember. Tickets /Infos unter www.folkbaltica.de sowie bei der Konzertkasse Streiber.

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