21 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
AC/DC: Hamburg unter Strom

Blitz-Kritik AC/DC: Hamburg unter Strom

Stecker rein und „High Voltage“-Rock'n'Roll! 46.000 Zuschauer feierten die Kult-Rocker AC/DC um Leadgitarrist Angus Young auf ihrer „Rock Or Bust“-Tour in Hamburg. Auch aus der Kehle von Ersatzmann Axl Rose (Guns`n Roses) verfehlten Kracher wie „Highway To Hell“ oder „TNT“ ihre explosive Wirkung nicht.

Voriger Artikel
AC/DC und Axl Rose begeistern Fans in Hamburg
Nächster Artikel
Europäisches Hansemuseum: Internationale Kooperation stärken

46.000 Zuschauer feierten die Kult-Rocker AC/DC um Leadgitarrist Angus Young auf ihrer „Rock Or Bust“-Tour in Hamburg.

Quelle: Manuel Weber

Der erste, impulsive Eindruck

Hamburg. Grandios. Starkstrom unter dem gehörnten Bühnendach. Der Motor von AC/DC heißt Angus Young – der älteste Schuluniformträger der Welt drückt die millionenfach verkauften Riffs immer noch ekstatisch aus seiner Gibson SG und ist nach wie vor ein agiles Bühnentier. Axl Rose, der wegen eines Fußbruchs mit einem Spezialschuh auftritt, singt richtig stark, bleibt aber ein guter Gast.

Das Programm/Die Musik

Zwei Sternstunden des Rock'n'Roll. Wenn AC/DC eine Publikums-Wunschliste spielen würden, wären vier Stunden noch zu wenig. Also beschränkt man sich auf Titelsongs wie den neuesten Opener „Rock Or Bust“, „Back In Black“, „High Voltage“ und natürlich „Highway To Hell“. Dazu gesellen sich weitere Highlights wie das immer noch staubtrockene „Hell Ain`t A Bad Place To Be“, das bei jedem Nachwuchsgitarristen als Übung beliebte „Thunderstruck“, die Rock-Genesis „Let There Be Rock“ mit dem obligatorisch exzessiven Angus-Gitarrensolo und der von Kanonendonner begleitete Rausschmeißer „For Those About To Rock (We Salute You)“.

Hier finden Sie Fotos vom ACDC-Konzert im Mai 2016 in Hamburg.

Zur Bildergalerie

 Das Publikum

AC/DC-Begeisterung wird seit 42 Jahren von Generation zu Generation gereicht, dementsprechend ist auch das Publikum strukturiert. Da muss man einfach hin, die sind Kult, die muss man mal gesehen haben, auch wenn, streng genommen, nur noch Bandgründer Angus Young und Bassist Cliff Williams aus der Erfolgsbesetzung in den Siebzigern dabei sind. Egal, es blinken die Plastikhörner sehr stimmungsvoll im Stadionrund, die Fäuste werden gereckt und die Frisuren geschüttelt.

Was in Erinnerung bleibt

AC/DC sind ohnehin eine lebende Erinnerung. Es gibt kaum jemanden, der nicht schon zu ihrer Musik den Körper geschwungen hat. Das liegt daran, dass ihr Stil sich nicht an Hard Rock oder Metal orientiert, sondern eher dem alten Chuck Berry nacheifert. Und Angus Young live sollte man schon mal gesehen haben, bevor der Körper auch ihm das Schulabschlusszeugnis ausstellt. Was noch lange dauern möge.

Fazit

Eine fette Rockshow mit allem Stadionbombast. Das Experiment mit Axl Rose, der als Rock`n Roll-Diva bei Guns`n Roses schon so manchen Fan vergrault hat, ist nicht gescheitert, aber so richtig AC/DC ist das eben auch nicht. Man kommt sich vor wie auf einer zweistündigen Jam-Session. Vielleicht sollte der Axl mal den Hut gegen die Schiebermütze tauschen, man gewöhnt sich ja an alles.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Kultur 2/3