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Karlsson trifft Homer

Die neue Spielzeit am Werftpark-Theater Karlsson trifft Homer

Acht Premieren, zwei Themenwochen und eine neue kleine Bühne im Foyer des Werftpark-Theaters – Astrid Großgasteiger hat sich einiges vorgenommen.

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Große Pläne für das Werftpark-Theater: Astrid Großgasteiger.

Quelle: Foto: Marco Ehrhardt

Kiel. „Vieles ist neu, manches auch anders“, sagt die Mittdreißigerin, die seit 2012 am Salzburger Landestheater die junge Sparte leitet und sich freut, im Spätsommer den langjährigen Werftpark-Hausherrn Norbert Aust zu beerben. Fünf neue Schauspieler stehen dann bereit für ein vielversprechendes Programm mit Importen und etlichen eigenen Stücken.

 Sie heißen Karlsson vom Dach und Don Quijote, Malala, Sophie und Carla, die Helden der kommenden Saison. Die gewitzte Lindgren-Figur eröffnet in der Regie von Astrid Großgasteiger die Spielzeit (ab 6). Don Quijote ist im Kleinkinder-Stück (ab 3) der schwedischen Regisseurin Gunilla Hällström, die aus der Commedia dell’Arte schöpft, ein furchtloses Mädchen. Und Malala, die jugendliche Friedensnobelpreisträgerin aus Pakistan, gab die Vorlage für das Ein-Personen-Stück von Flo Staffelmeyer, das Großgasteiger schon in Salzburg inszenierte. Auch ihr deutsch-englisches Kinderstück Lost and found wird die Theaterleiterin, der die Theaterpädagogik wichtig ist, nach Kiel verpflanzen. Spannend wird es für das Publikum mit der Odyssee, in der der junge syrische Regisseur Anis Hamdoun Homer mit den eigenen Fluchterlebnissen versetzt. In dem gerade von der Zeit zum Jugendbuch des Monats gekürten Roman Kleiner Wahn von Dianne Touchell geht es um eine verfrühte und versteckte Schwangerschaft und in Sophie/Clara um zwei Möglichkeiten, der Nazi-Ideologie zu begegnen. Zum Spielzeit-Ausklang geht das Werftpark-Theater nach draußen: Rund um Teich und Haus lockt dann Stevensons Schatzinsel als Freilichtspektakel die ganze Familie.ben

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Ein Artikel von
Ruth Bender
Kulturredaktion

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