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Carolin Kebekus rockte die Sparkassen-Arena in Kiel

„Alphapussy“ Carolin Kebekus rockte die Sparkassen-Arena in Kiel

Sie spricht den Namen aus wie eine eben entdeckte Biersorte: „Kiel, das geht gut runter. Ich hatte schon vorher das Gefühl, dass das hier geil wird …“ Natürlich erzählt Carolin Kebekus sowas in jeder Stadt, wenn sie auf die Bühne kommt in dem knackengen Lederrock und den Riemchen-Highheels.

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Carolin Kebekus zündet eine Lachsalve nach der nächsten.

Quelle: Björn Schaller

Kiel.  Und natürlich ist es gelogen. Aber nur manchmal – wie in München, wo die Leute nicht mal wissen, was es mit dem Wegbier auf sich hat, das Kebekus gern in ihrer Garderobe hätte. In Kiel dagegen ist so ein Satz die nackte Wahrheit. Und entsprechend ist die Stimmung in der Sparkassen Arena nach ungefähr drei Minuten da, wo die Komikerin mit der kölschen Kodderschnauze sie haben will: sehr weit oben.

 Carolin Kebekus in der Kieler Sparkassen Arena.

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Von da an geht es Schlag auf Schlag. Hier die überstylten Hipstereltern, gegen die sich so schwer rebellieren lässt, da Helene Fischer, an der alles so unerträglich richtig ist. Und überhaupt Schlager – „dazu kann man doch überhaupt nicht randalieren“. Kebekus klickt sich durch die Phänomene von Smartphone-Alltag und Youtube-Sucht und wird zwischendurch auch mal politisch, wenn sie die grotesken Auswüchse der Terrorangst aufs Korn nimmt. Und dass die Lady keine Angst hat vor Furzwitzen, Fuck-Sätzen und Porno, das weiß man ja.

Zwei Stunden lang rollt das im Kebekus-Schnellsprech-Sound durch die Halle, zündet eine Lachsalve nach der nächsten und lässt ihr generationenübergreifendes Publikum mit dem Gefühl zurück: Sie ist eine von uns.

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