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Originelles in dritter Dimension

Hindemith-Preis geht an Anna Clyne Originelles in dritter Dimension

Anna Clyne erhält in diesem Jahr den mit 20000 Euro dotierten Hindemith-Preis. Das Votum der Jury unter Vorsitz des SHMF-Intendanten Christian Kuhnt sei einstimmig auf die in New York lebende Komponistin mit Londoner Wurzeln gefallen, teilte die Lübecker Intendanz mit.

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Anna Clyne ist zur Zeit Residenz-Komponistin beim Baltimore Symphony Orchestra und dem Orchestre national d’Île de France
in Paris.

Quelle: Foto: Javier Oddo

Reinbek. „Die Musik von Anna Clyne, die durch einen Reichtum an Klangfarben besticht, bezieht szenische Elemente mit ein. Dadurch verleiht die junge, außerordentlich originelle Komponistin ihren Werken nicht selten eine Dreidimensionalität“, so Kuhnt. Die Preisverleihung findet im Rahmen eines prominent mit den Schwestern Skride besetzten Festkonzerts am 12. Juli auf Schloss Reinbek statt. Auf dem Programm stehen Werke von Anna Clyne und Paul Hindemith sowie als Auftragswerk des SHMF die Uraufführung eines Werkes von David Philip Hefti, der 2015 mit dem Hindemith-Preis ausgezeichnet wurde.

 Die 1980 in London geborene Anna Clyne gilt als Komponistin akustischer und elektroakustischer Musik. Ihre musikalischen Arbeiten, die von „Time Out New York“ als „verwirrend originell“ beschrieben worden sind, präsentiert die Grammy-nominierte Künstlerin häufig in Zusammenarbeit mit innovativen Choreografen, Visual Artists, Filmemachern und Musikern aus der ganzen Welt. Clyne erhielt bereits Kompositionsaufträge von namhaften Institutionen wie dem Los Angeles Philharmonic, dem Chicago Symphony Orchestra, der Carnegie Hall, BBC Radio 3 und London Sinfonietta. Und Dirigenten wie Pablo Heras-Casado, Riccardo Muti und Esa-Pekka Salonen haben ihre Werke aufgeführt.

 Erst kürzlich endete Clynes fünfjährige Amtszeit als Composer-in-Residence bei Chicago Symphony. Zudem erhielt sie ein Stipendium der American Academy of Arts and Letters und Auszeichnungen des American Music Center und der Foundation for Contemporary Arts. 2014 war sie für den britischen Times Breakthrough Award nominiert sowie 2015 für den Grammy Award in der Kategorie „Best Classical Contemporary Composition“ für ihr Doppel-Violinkonzert Prince of Clouds.

 Festkonzert zur Preisverleihung mit Baiba (Violine) und Lauma Skride (Klavier) und Werken von Hindemith, Hefti und Clyne: Di 12. Juli, 19 Uhr, Schloss Reinbek. Karten: Tel. 0431-237070. Internet: www.shmf.de

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Ein Artikel von
Dr. Christian Strehk
Kulturredaktion

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