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Start für die 19. Nord Art

Nord Art 2017 Start für die 19. Nord Art

Eine der größten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in Europa: Die 19. „Nord Art“ zeigt rund 1000 Kunstwerke von mehr als 200 Künstlern aus 50 Ländern. Mehr aus 200 Künstler aus etwa 50 Ländern wurden ausgewählt, 4000 Künstler hatten sich beworben. China ist wie in den Vorjahren stark vertreten.

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Ein weiblicher und ein männlicher Phönix setzt einen starken Akzent in der Halle 1: Der chinesische Künstler Xu Bing brachte ihn nach Büdelsdorf.

Quelle: Manuel Weber

Büdelsdorf. Die künstlerische Landkarte der „NordArt“ reicht rund um den Globus: Von Japan bis Vietnam und Südkorea, von China und Russland bis Frankreich, aber auch Künstler aus Iran, der Türkei oder Syrien zeigen ihre Arbeiten: Gemälde, Skulpturen, Videos, Zeichnungen.

Dänemark hat als Gastland den Länderpavillon mit Arbeiten von 20 Künstlern gestaltet. „Eine Auswahl von Künstlern zu treffen, die das spezifisch Dänische repräsentieren, mag sinnlos erscheinen“, betont die Kuratorin und Künstlerin Jette Gejl. Sie habe sich daher von der dänischen Version der Künstlerkollektive leiten lassen, in denen seit über 125 Jahren etablierte und junge Künstler vernetzt sind - Kunst aus drei Generationen, zwischen 23 Jahren und über 70 Jahren.

Chefkurator Wolfgang Gramm fährt im offenen gelben Elektromobil durch die Hallen, und ein Handwerker vom Aufbauteam fährt lässig im hellblauen Damenfahrrad vorbei: Angesichts einer Ausstellungsfläche von 22000 Quadratmetern in der ehemaligen Eisengießerei der Carlshütte in Büdelsdorf und dem 80000 Quadratmeter großen Skilpturenpark macht das Sinn. Zumal zwei Tage vor der Eröffnung der 19. Nord Art am 10. Juni, noch einiges zu tun ist. Beim Rundgang entdeckt Co-Kuratorin Inga Aru immer noch übersehene Details: Da muss noch die Aufhängung hinter einer Leinwand verschwinden, dort muss noch eine Bilderserie mit malerischen Großformaten komplettiert werden.

Jedes Jahr wählt die Nord Art sich einen Länderfokus. 2015 brachte er die Mongolei nach Büdelsdorf, im vergangenen Jahr war es Israel, das einen eigenen Pavillon bespielen durfte. Die Künstlerauswahl liegt hier traditionell in Händen eines Gastkurators. Mit Dänemark ist man in diesem Jahr näher dran als in den Vorjahren. Jette Gejl aus Aarhus hat den Dänischen Pavillon kuratiert und eine Spur durch die lebendige Szene ihrer Heimat gelegt, die sich auf den beiden Geschossen anschaulich vermittelt. Inspiriert fühlte sich Jette Gejl, wie sie im etwas verstiegenen Katalogtext skizziert, von der Idee der dänischen Künstlerkollektive als Gemeinschaften, in denen sich längst etablierte Künstler mit jungen Kollegen zusammentaten. So konfrontiert die Kuratorin, die selbst als Künstlerin im Pavillon vertreten ist, sehr renommierte und verdiente Bildhauer wie den 75-jährigen Erland Knudssøn Madsen oder seine Kollegin die 68-jährige Marianne Hesselbjerg mit Künstlern der jungen und mittleren Generation. Im Nebeneinander der 21 Künstler offenbart sich eine Frische und Eigenwilligkeit, die sich vom typischen Nord Art-Stil der überdeutlichen Gesten und lautstarken Effekte angenehm absetzt. Zudem hat Jette Gejl in ihrer Auswahl versucht, etwas von ihrem Land zu erzählen. „Der Pavillon hat eine dänische Sprache zwischen Vergangenheit, Tradition und Geschichte“, sagt auch Wolfgang Gramm, „und das trotz aller Globalisierungstendenzen.“

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Ein Artikel von
Maren Kruse
Kulturredaktion

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