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Um 1500 beherrschte Lübeck Kunstmarkt

Ostseeraum Um 1500 beherrschte Lübeck Kunstmarkt

Mit einer großen Ausstellung begeht Lübeck das 500-jährige Bestehen des St. Annen-Klosters und den 100. Geburtstag des St. Annen-Museums. Unter dem Titel „Lübeck 1500. Kunstmetropole des Ostseeraums“ sind im Museumsquartier St. Annen Kunstwerke zu sehen, die zwischen 1470 und 1540 in Lübeck oder im Lübecker Auftrag entstanden sind.

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Jörg Rosenfeld, Kurator der Ausstellung "Lübeck 1500 - Kunstmetropole im Ostseeraum" erläutert in Lübeck einer Journalistin Details des Flügelalters aus Antwerpen aus der Zeit um 1500. Die Ausstellung über Werke und Wirken der Lübecker Bildschnitzer, Maler, Goldschmiede und Buchdrucker um 1500 ist bis zum 10.01.2016 für Besucher geöffnet.

Quelle: Markus Scholz/dpa

Lübeck. Die Ausstellung sei die erste, die sich umfassend mit der Rolle Lübecks in dieser Epoche kurz vor der Reformation beschäftigt, sagte der Geschäftsführende Direktor der Lübecker Museen, Hans Wißkirchen, am Freitag. Die Ausstellung bezieht auch die Kirchen in der Lübecker Altstadt mit ein, da sich dort viele der Kunstwerke befinden, um die es in der Ausstellung geht.

„Dazu gehören das Triumphkreuz und der Lettner von Bernt Notke im Dom oder der Antwerpener Altar eines unbekannten Meisters im Chorumgang der Marienkirche“, sagte Ausstellungskurator Jörg Rosenfeld. Im Museumsquartier selbst werden rund 100 Exponate gezeigt, die zum großen Teil aus den Beständen des St. Annen-Museums stammen. Etwa 40 Exponate sind Leihgaben, unter anderem aus dem Bodemuseum Berlin, dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg, der Pinacoteca die Brera in Mailand, dem Nationalmuseum Kopenhagen und dem Historischen Museum Stockholm.

„Um 1500 gab es in Lübeck viele sehr reiche Kaufleute, Gilden und Bruderschaften, die zur Repräsentation, aber auch aus Sorge um ihr Seelenheil Kunstwerke für Kirchen und Klöster in Auftrag gaben“, sagte Rosenfeld. Die gute Auftragslage zog Maler, Bildschnitzer und andere Künstler in die Stadt, was sich in anderen Städten herumsprach. „In dieser Epoche war Kunst aus Lübeck ein Qualitätsmerkmal“, sagte der Kurator.

Zu den herausragenden Exponaten der Ausstellung gehören der Greveraden-Altar von Hans Memling sowie Arbeiten der süddeutschen Meister Tilmann Riemenschneider und Veit Stoß, die Lübecker Künstlern als Inspiration dienten.

Jedem Künstler ist in der Ausstellung ein eigener Themenraum gewidmet, so dass sich die Besucher ihren Rundgang frei wählen können. Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm, mit Führungen, Workshops und Konzerten.

Die Ausstellung wird am Sonntag (10.00 Uhr) eröffnet und ist bis zum 10. Januar zu sehen.

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Lübeck 1500
Foto: Jörg Rosenfeld, Tagungsorganisator, führt durch die Ausstellung "Lübeck 1500".

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