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25 Jahre Theater im Werftpark

Kiel 25 Jahre Theater im Werftpark

Dass sie mal ein Buch über dieses Haus auf dem Ostufer schreiben würde, ist Alina Laura Tiews sicher nicht in den Sinn gekommen, als sie das Theater im Werftpark mit vierzehn Jahren zu ersten Mal betrat und mit ihrer Klasse das längst zum Klassiker avancierte "Was heißt hier Liebe?" anschaute.

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Jubiläumsbuch-Autorin Alina Laura Tiews und Theaterleiter Norbert Aust behalten auf dem Kieler Rathausturm den Überblick.

Quelle: hfr

Kiel. Nicht nur der Anblick „riesengroßer Kondome“ irritierte sie damals. „Wir saßen oben auf unseren Stühlen und sahen und hörten zu, mit einer Mischung aus Belustigung, eingebildetem Sachverstand, Peinlichkeit, aber auch Faszination und Neugier“, schreibt sie im Vorwort zu "Es ist mir federleicht ums Herz". Eben jenem Buch, indem sie nicht ganz zwanzig Jahre später die Erfolgsgeschichte des Kieler Kinder- und Jugendtheaters erzählt. Seit Kurzem ist es überall im Buchhandel erhältlich.

 Eigentlich liegen die Forschungsinteressen der 1984 in Kiel geborenen Autorin, die zurzeit in Hamburg lebt und an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster promoviert, in den Bereichen Deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts sowie „Public History“. Weil sie sich darüber hinaus aber stets am Theater und in Museen engagierte, nahm sie vor vier Jahren dankend den Tipp ihrer Mutter an, sich gewissermaßen als Verbindung dieser beiden Kultur-Bereiche doch mal mit dem Verein Theatermuseum in Kiel in Verbindung zu setzen. Ebenso dankend nahm der Verein ihr Angebot an, ehrenamtlich für das Theatermuseum zu schreiben. Zu dieser Zeit rückte dann schnell das Jubiläum zum 25-jährigen Bestehen des Theaters im Werftpark im vergangenen Jahr in den Fokus, und die Idee zu dem Buch war geboren. „Im Wesentlichen basierte meine Recherche auf drei Säulen“, sagt Tiews. Da war natürlich der historische Bestand des Theatermuseums, dazu kam das Stadtarchiv und vor allem das Presse-Archiv der Kieler Nachrichten. Aus dieser umfangreichen Quellenlage destillierte die Historikern ein sehr lebendiges, anschauliches und so bisher noch nicht erforschtes Stück Kieler Theater- aber auch Kulturgeschichte. „Denn“, ergänzt Werftpark-Chef Norbert Aust, „auch wenn jemand mit Theater nicht so viel am Hut hat, bietet das Buch einen interessanten Blick auf politische Verhältnisse und wie sich das Kulturleben in einer Stadt wie Kiel über die Jahre entwickelt hat.“

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