16 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Offen und robust

BDA-Preis 2015 Offen und robust

Erweiterung der Gemeinschaftsschule Handewitt von Petersen Pörksen Partner Architekten, Lübeck / Hamburg

Voriger Artikel
Kontraste
Nächster Artikel
Urhaus

Erweiterung der Gemeinschaftsschule Handewitt

Quelle: Baumann, www.bild-raum.com

Das Schulzentrum in Handewitt ist im Laufe der Zeit stetig gewachsen und bietet inzwischen Raum für mehr als 1.100 Schüler. Die Unterschiedlichkeit der Gebäude spiegelt diesen Prozess wider. Der jüngste Erweiterungsbau fügt sich als Passstück in dieses System aus Häusern und Höfen ein. Er tritt nach Süden aus der Anlage hervor und ist deshalb besonders gut belichtet. Die Architektur dieses neuen Hauptgebäudes der Schule ist unverkennbar von heute. Sie strahlt außen Robustheit und innen Offenheit aus. Der hellgelbe Ziegel der Fassaden prägt auch den großen zentralen Innenraum, die zweigeschossige Pausenhalle. Dank einer langen Reihe von Sheddach-Oberlichtern ist sie sehr hell und wirkt auch wegen ihrer Höhe besonders großzügig. Das Zusammenspiel der weißen Dachkonstruktion, dem gelben Stein der Wände, dem warmen Holzfußboden in der Mitte und dem schmalen Gitterwerk der dunklen Stahlgeländer erzeugt eine angenehme, durchaus auch feierliche Atmosphäre. Dennoch ist die Wirkung dieses großen Raumes zurückhaltend genug, damit er für viele unterschiedliche Veranstaltungen von der Theateraufführung bis zum Schulfest genutzt werden kann. Die breite Treppenanlage bietet in ihrer Mitte Sitzstufen und schafft so auf einfache Weise ein Auditorium. Umgeben wird die Halle von 14 neuen Klassenräumen, einem Lehrerzimmer sowie Technikräumen. Die Qualitäten dieser Architektur liegen auch in ihrer Selbstverständlichkeit. Schule ist oft aufregend genug. Ihre Räume müssen es nicht auch noch sein.

Von Ulrich Höhns

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Kultur 2/3