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BDA-Preis 2015 Klare Kante

Erweiterung der Hans-Christian-Andersen-Schule in Kiel-Gaarden von Petersen Pörksen Partner Architekten, Lübeck / Hamburg

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Hans-Christian-Andersen-Schule Kiel

Quelle: Stephan Baumann

Das langgestreckte, zweigeschossige Schulhaus aus hellen, lebhaft gemusterten Ziegeln steht wie ein monolithischer Block am vielbefahrenen Ostring in Kiel. Die Fenster wirken, als wären sie in das Mauerwerk hineingeschnitten worden. Der Neubau erweitert eine schon bestehende Schule und schirmt den rückwärtigen Hof, der zugleich ein städtischer Platz ist, vom Lärm der Straße ab. Etwa 400 Schüler besuchen diese gebundene Ganztagsschule. Sie ist eine Stadtteilschule und damit ein Ort, der allen Bewohnern des Stadtteils Gaarden für ihre Aktivitäten offen steht. Die neue Mensa, die auch für Projekte und Theateraufführungen genutzt werden kann, öffnet sich mit großen Fenstern und Glastüren zu diesem Platz. Bis auf die Ecken ist die Westfassade in ganzer Raumhöhe verglast. Senkrecht davor gestellte Holzschotten gliedern diese Ansicht rhythmisch und geben ihr Tiefe. Die dabei entstandenen Nischen sind obendrein kleine, wettergeschützte Außenräume. Obwohl der eingeschossige Baukörper direkt an die Rückseite des Schulgebäudes anschließt, erscheint er doch wie ein eigenständiges Haus. Dies liegt vor allem an der breiten „Trennfuge“ zwischen beiden Bauten, die durch ein Oberlichtband taghell belichtet wird. Außen ist es die Holzverkleidung der Mensa, mit der sie sich vom Ziegelbau der Schule deutlich sichtbar unterscheidet und optisch leichter als dieser erscheint. Mit vergleichsweise wenigen, aber überlegt eingesetzten Mitteln wurde hier viel Raumqualität geschaffen, innen wie außen.

Von Ulrich Höhns

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