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Käte-Ahlmann-Haus in Büdelsdorf von Architekturbüro Hansen, Rendsburg

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Käte-Ahlmann-Haus in Lübeck

Quelle: Iver Ahlmann

Ein siebengeschossiges "Punkthaus" aus den sechziger Jahren zu modernisieren und es energetisch auf den neuesten Stand zu bringen, ist ökologisch und ökonomisch ein gutes Vorhaben. An eine architektonische Aufwertung eines solchen Hauses denkt man dabei aber erst einmal nicht. Üblich wäre es, außen Wärmedämmung anzubringen und innen die Technik zu erneuern. In Büdelsdorf steht so ein Haus an einer städtebaulichen Gelenkstelle der jungen Stadt, gegenüber dem Firmengelände der ACO-Gruppe, die es erworben hat, und dem Ort der NordArt. Diese Konstellation erwies sich als gut, um Architekturqualität zu gewinnen. Das Haus, in dem sich unten eine Sparkasse und oben Wohnungen befanden, wurde nicht nur grundlegend saniert, sondern es gewann auch eine neue Gestalt. Sein Streben in die Höhe wurde durch breite und variantenreiche Metallfenster gebremst, aus den zehn Wohnungen wurden fünf Büros. Das neue gläserne Penthaus auf dem Dach, das als Gästewohnung vorgesehen ist, gibt der Form einen gut proportionierten Abschluss. Statt des ursprünglichen roten Backsteins erhielten die Fassaden nun einen lebhaft gemusterten Ziegelstein in Ocker- und Brauntönen, von dem sich das graphische Muster der dunklen, plastisch vor- oder zurückspringenden Fenster besonders gut abhebt. Dieses gelungene Beispiel zeigt, welches Potential selbst in bescheidenen Altbauten steckt, und dass es sich lohnt, ihnen mit guter Gestaltung eine Zukunft zu geben.

Von Ulrich Höhns

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