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Die Spur der Steine

BDA-Preis 2015 Die Spur der Steine

KulturWerk und Musikschule in Norderstedt von me di um Architekten, Hamburg

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Kulturwerk Norderstedt

Quelle: Frahm; Klaus/arturimages

Es war eine mutige und richtige Entscheidung Norderstedts, ein aufgelassenes und im Laufe der Jahre dann ziemlich heruntergekommenes Kalksandsteinwerk in ein kulturelles Veranstaltungszentrum umzuwandeln. Dies ist ein besonderer Ort, der auch zur dieser jungen Stadt gehört. Hier wurden früher jährlich 50 Millionen der weißen Steine produziert.

Nicht nur die Bauten blieben als interessante, ungewöhnliche Formen bestehen, die sich sehr gut für kulturelle Veranstaltungen eignen, sondern auch einige technische Einrichtungen. Ihrer Funktion enthoben, stehen sie nun wie Skulpturen auf dem Gelände, oder sie hängen als rostige Relikte wie vorgefunden an der Wand, und davor steht ein Konzertflügel.

Das Herz der Fabrik ist die Halle, in der die Steine gepresst wurden. Hier befindet sich jetzt ein großer Veranstaltungssaal mit einer Bühne. Die weit gespannte alte Stahlkonstruktion, die das Dach trägt, blieb sichtbar und erinnert mit ihrem rohen Charme an die industrielle Vergangenheit des Raumes. Die lange ehemalige "Verschiebebahn" für die Steine wurde zum Foyer. Eine Musikschule erhielt einen strahlend weißen Neubau, natürlich aus Kalksandsteinen. Der würfelförmige Kubus mit unregelmäßigen Glasfeldern ist der perfekt gesetzte Kontrapunkt zu den Altbauten, die stets den Maßstab, die Proportionen und auch das Material vorgaben. Aus einer alten Industrieanlage wurde eine beeindruckend gut gestaltete architektonische Landmarke.

Von Ulrich Höhns

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