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BDA-Preis 2015 Auffaltung

Eingang der Kunsthalle Kiel von Sunder-Plassmann Architekten, Kappeln

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Kieler Kunsthalle

Quelle: Iver Ahlmann

Die Kieler Kunsthalle zeigt nicht nur Kunst. Das Haus ist selbst ein bedeutendes Zeugnis der Baukultur und besteht aus mehreren Zeitschichten. Der Jugendstilbau wurde 1909 eröffnet, im Krieg dann zu großen Teilen zerstört und diese anschließend im sachlichen Stil der fünfziger Jahre wieder aufgebaut. In den achtziger Jahren folgte ein moderner Erweiterungsbau an der Rückseite mit einem zweiten Eingang an der Schlossparkseite. Weil bei diesem "Weiterbauen" das Vorhandene respektiert und mit den Mitteln der jeweiligen Zeit interpretiert wurde, entstand kein Durcheinander der Stile und Formen, sondern ein anregendes Miteinander. Nur der Eingang aus den fünfziger Jahren passte nicht recht dazu. Er war zwar gläsern und hell, in seiner Kargheit aber der Bedeutung des Hauses nicht angemessen. Vor allem aber stellten die vielen Stufen außen und innen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ein unüberwindliches Hindernis dar. Der neue, vollständig verglaste Eingangsbereich zieht sich jetzt in die Breite und bietet schon von außen den Blick in das Foyer. Seine Gestalt erinnert an eine Vitrine, die sich vor dem Haus auffaltet, scheinbar ohne es zu berühren. Die Form ist eigenständig und tritt dennoch zurückhaltend gegenüber dem Altbau auf. Und trotz des knappen Raumes entstand ein kleiner Vorplatz, von dem aus nun auch ein barrierefreier Zugang zum Museum möglich ist.

Von Ulrich Höhns

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