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Irrwitziger Ausflug ins All

BEM! Me Up Irrwitziger Ausflug ins All

Ein buntes Trio nahm die Zuschauer und –hörer  im Lutterbeker mit an Bord des Raumschiffs "BEM!terprise" und führte es auf Schatzsuche durch die unendliche Weite der Noten.

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BEM!, das sind Benjamin König an der Tuba, Enno Kraus am Klavier und Miriam Dirr am Saxophon.

Quelle: Björn Schaller

Lutterbek. Worte braucht das Berliner Ensemble BEM! nicht in seiner intergalaktischen Musikkomödie „BEM! Me Up“, denn wer die Tasten und Klappen von Klavier, Tuba und Saxofon so elegant zu bedienen weiß wie Enno Kraus, Benjamin König  und Miriam Dirr, kann sich in allen Galaxien verständlich machen. Und unterhalten natürlich, da zwischen dem rigoros quäkenden und saxofonierenden Käptn Mörk (Miriam Dir), dem schön grünen zotteligen Butschakka (Tubist Benjamin König) und dem elektronischen Leutnant E (Pianist Enno Kraus) ein amüsantes Beziehungsgeflecht entsteht, das die BEM!terprise fast ins Verderben stürzt.

Käptn Mörk führt ein eisernes Regiment an Bord, dem sich Butschakka und Leutnant E beugen müssen. So stimmen nach zartem Widerstand alle ein in die Titelmelodie von „Star Trek“, hierzulande besser bekannt als „Raumschiff Enterprise“. Auftakt des galaktischen Soundtracks, der mittels Johann Strauss` “An der schönen blauen Donau“, eine Reminiszenz an Stanley Kubricks „2001 – Odyssee im Weltraum“, walzernd in die Schwerelosigkeit führt. Es ist zum Schunkeln. Butschakka knuspert eine Reiswaffel, verliert gehorsam im Kartenspiel gegen Käptn Mörk – bis die schräg modulierten Töne aus dem Keyboard Leutnant Es sein Herz berühren. Die Liebe des Tieres zur Maschine entbrennt, argwöhnisch und eifersüchtig wahrgenommen von Käptn Mörk. Liebestrunken vergisst Butschakka alle Warnungen und lehnt sich auf den roten Knopf. Alarm, Sound- und Lichteffekte, Schiff und Crew werden heftig durchgeschüttelt, Bruchlandung.

Hier sehen Sie Bilder von BEM! Me Up im Lutterbeker.

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Viele schöne Einfälle machen diese“ Trioperette“ von BEM! zu einer kurzweiligen und skurrilen Angelegenheit. Angefangen bei den Kostümen und den Soundeffekten bis zur heftigen Auseinandersetzung mit einem Alien, der sich an Käptn Mörks Rücken festgesaugt hat, nachdem dieser mit Butschakka einen Ausflug ins All, also den Saal, zum Ziel der Mission unternommen hat: Das Artefakt, der Schatz. Eine silberne Kugel, die eine Spieluhr enthält. Und es kann nur eine Melodie geben: Das „Star Wars Theme“; ein Befreiungsschlag für alle Beteiligten. Aus dem eifersüchtigen, gestrengen Käptn Mörk tritt das innere Kind hervor, statt Fläschchen wird ein Saxofon gereicht und der Alien wird zum Kuscheltier. Butschakka reift zum echten Kerl und bringt den liebestoll gewordenen Leutnant E zum Elektrorgasmus.

Gemeinsam spielt man die Star-Wars-Melodie, großes Finale einer irrwitzigen Darbietung, bei der die Meisterschaft am Instrument die Grenzen in der Darstellung stets zu sprengen weiß.

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