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Beben beim Bootshafensommer

Kiel Beben beim Bootshafensommer

Der erste Tag des siebten Bootshafensommers endete mit Rabatz. Der Kieler Hardrock-Vierer Das Beben um den regen Sänger Maschine Nitrox, der zuvor launig durch den Tag moderierte und nun, seines Shirts entledigt, dem gelungenen Auftakt mit seiner Band einen knallenden Schlusspunkt verpasst.

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Das Beben sorgte für volle Sitzreihen beim Kieler Bootshafensommer.

Quelle: Michael Kaniecki

Kiel. Bereits zum Beginn gegen 15 Uhr ist der Bootshafen schon gut besucht und die Besucher räkeln sich in den bereitgestellten Klappliegen. Die kühlende Brise von der Förde trägt ebenso zum Wohlfühlen bei wie der zarte Folk-Pop von den Leipzigern Love, The Twains. Das Duo um Sängerin und Gitarristin Lena Franke und Keyboarder Sascha Hünermund trägt ihre verträumten Songs wie Ellen Page mit einer Portion Lässigkeit vor und erinnert in den besten Momenten an die Moldy Peaches oder an die verspielte Nüchternheit einer Regina Spektor.

Beim Schlendern durch die Sitzreihen fällt das gemischte Publikum von jung und alt auf. Das Kieler Ehepaar Elke und Horst hat es sich bei einem kühlen Bierchen an den Tischen sitzend oberhalb der Stufen gemütlich gemacht. „Wir sind seit einer halben Stunde da und bleiben bestimmt noch zwei Stunden“, sagt Elke. Aus einem speziellem Grund? „Sich umgucken und Musik hören“, erklärt Horst.

In eine ähnliche Kerbe schlagen auch die Studenten Daniel und Jürgen. Letzterer sagt: „Einfach mit einem Freund zur Musik das Feierabendbier genießen.“ Und so sind sich jung und alt einig wozu der Bootshafensommer vornehmlich einlädt: Sitzen, Lauschen und den launigen Sommer genießen. Um kurz nach 19 Uhr entern The Age of Sound mit ihrem eingängigen Indie-Rock die schwimmende Bühne. Die teils schnoddrige und doch durchschimmernd poppige Herangehensweise der Hamburger Band nannte man in den Neunzigern Britpop und Sänger Oliver Grandt klingt zuweilen gar wie ein gewisser Herr Gallagher aus Manchester.

Um die unstete Witterungslage ist er sich auch bewusst und wünscht: „Viel Glück mit dem Wetter morgen!“ Als dann Das Beben spielen sind die Stufen vor der Bühne in beide Richtungen fast komplett besetzt. Zudem ist es trocken geblieben und die paar Tropfen auf dem Heimweg sind angesichts des unterhaltsamen Tages am Bootshafen leicht zu verschmerzen.

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