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Munterer Zwölfer mit saftigem Sound

Baltic Sound Attack beim Brücken-Festival Munterer Zwölfer mit saftigem Sound

Der zweite Tag des Kieler Brückenfestivals zwischen Blauem Engel und Vapiano begann leider mit einer unerfreulichen Nachricht. Die für 19 Uhr gebuchte Hamburger Indie-Pop Kombo Karolina Kingdom war ohne vorherige Absage bei den Veranstaltern einfach nicht zum Konzerttermin erschienen.

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Animierende Spielfreunde an der Hörn: Baltic Sound Attack mit Sänger Christian Pohlen.

Quelle: Michael Kaniecki

Kiel. „Nachdem wir in Erfahrung bringen konnten, dass die Band nicht kommen wird, haben wir uns am Telefon die Hände blutig getippt“, erzählt Lutz Lück vom Blauem Engel. Der Einsatz hat sich gelohnt. Kurzerhand springen Myriam und Tobias Lemberger der Kieler Rockband Ain’t The Ones ein. Nur sich selbst mit Gitarre und Tambourine begleitend, überzeugt das Duo das Publikum mit heruntergebrochenen und zweistimmig interpretierten Beatles-Covern.

 Während der Musik-Pause geht der Blick immer wieder hoch zum grauen Himmel, doch der Regen bleibt zum Glück aus. Beste Voraussetzungen also für die Bigband Baltic Sound Attack. Der muntere Zwölfer bringt alle typischen Bigband-Attribute mit. Saftiger voller Sound, verspielte Details und gute Laune verbreitende Attitüde. Und in vorderster Front Bühnentier und Sänger Christian Pohlen, der den Soul lebt und es mit seiner ansteckenden Art schafft, alle zu animieren. Dabei scheut er auch nicht den Gang in das Publikum und es spielt keine Rolle, ob die Soulklassiker nun jeder kennt oder nicht. Ob Dean Martins Ain’t That a Kick In The Head oder die Tower of Power Cover Diggin On James Brown und You Can’t Fall Up - Bläser treffen auf Bass, Keyboard und Saxofon-Soli, alle Instrumente spielen sich mal in den Vordergrund und ersticken die Langeweile schon im Keim.

 Die Spielfreude ist mit den Spuren von Jazz, Rock, Latin und Swing konstant hoch. Auch wenn der Enthusiasmus von Christian Pohlen nicht auf jeden im Publikum abfärbt und der besungene Moondance im Van Morrison Cover ohne Mond über dem Brückenfestival auskommen muss. Baltic Sound Attack liefert die Bilder musikalisch.

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