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Nordische Filmtage wollen weiteren Tag

Bilanz Nordische Filmtage wollen weiteren Tag

Geschätzt 30.000 Zuschauer haben die 58. Nordischen Filmtage Lübeck besucht. Das Programm war mit 185 Filmen so voll wie nie. Zu den 60. Filmtagen in zwei Jahren wünscht sich die Künstlerische Leiterin einen zusätzlichen Festivaltag.

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Grund zum Jubeln: Die Preisträger der Nordischen Filmtage in Lübeck.

Quelle: Markus Scholz/dpa

Lübeck. Kurz vor Schluss der 58. Nordischen Filmtage Lübeck haben die Veranstalter eine positive Bilanz gezogen. Neben dem umfangreichen Filmprogramm seien auch neue Formate wie die skandinavischen Fernsehserien und das Fulldome-Kino mit 360°-Filmen gut angenommen worden, sagte Festivalmanager Christian Modersbach am Sonntag. Er rechne wie 2015 mit etwa 30.000 Besuchern, sagte er. Die endgültigen Besucherzahlen sollen voraussichtlich am Montag bekanntgegeben werden. Das wichtigste Festival für Filme aus Nord- und Nordosteuropa außerhalb Skandinaviens sollte am Sonntagabend zu Ende gehen.

Seit der Eröffnung am Mittwoch wurden 185 Spiel-, Dokumentar-, Kurz- und Kinderfilme in etwa 250 Vorstellungen gezeigt – so viele wie nie zuvor. „Es ist uns gelungen, mit unserem Programm die gesamte Filmgeschichte vom Stummfilm bis zum 360°-Film abzudecken“, sagte die Künstlerische Leiterin der Filmtage, Linde Fröhlich. Für die Zukunft wünscht sie sich einen zusätzlichen Festivaltag. „Dann könnten wir dem Zuschauerwunsch erfüllen und alle Filme des Spielfilmprogramms mehrfach wiederholen, damit mehr Menschen sie sehen können“, sagte sie.

Preise am Sonnabend vergeben

Bereits am Sonnabend waren die Preise der Nordischen Filmtage vergeben worden. Der mit 12.500 Euro dotierte NDR Filmpreis ging an den isländischen Spielfilm „Herzstein“, ein Film über das Suchen und Finden der Liebe zweier Jungen in einem abgelegenen Fischerort. Er sei stolz und freue sich sehr über die Auszeichnung, sagte der junge Regisseur Gudmundur Arnar Gudmundsson, als er den Preis aus den Händen der Jurymitglieder, der Schauspielerinnen Inger Nilsson und Helene Grass entgegennahm.

Weitere Auszeichnungen gingen an den dänischen Spielfilm „Der Tag wird kommen“ (Publikumspreis, 5000 Euro), den Spielfilm „Rosemari“ der norwegischen Regisseurin Sara Johnsen (Kirchlicher Filmpreis „Interfilm“, 2500 Euro) und den finnischen Streifen „Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki“ (Baltischer Filmpreis, undotiert).

Als bester Dokumentarfilm wurde der Streifen „Die Überfahrt“ von George Kurian ausgezeichnet (2500 Euro). Die Kinderjury wählte den norwegischen Kinderfilm Film „Gilberts grausame Rache“ zu ihrem Favoriten (5000 Euro).

Musikalisch umrahmt wurde die von Yared Dibaba moderierte Filmpreisnacht unter anderem von dem Norweger Nils Rune Utsi alias SlinCraze, der auf Sami, der Sprache des indigenen Volkes der Samen, rappte.

dpa

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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Nordische Filmtage
Foto: Bei den Nordischen Filmtagen wird traditionell am vorletzten Tag der Siegerfilm bekannt gegeben.

Mit drei Auszeichnungen räumen die Norweger bei den 58. Nordischen Filmtagen kräftig ab. Der mit 12.500 Euro dotierte Hauptpreis geht jedoch an den jungen Regisseur Gudmundsson aus Island.

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