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Hip-Hop für Hirn, Herz und Hüften

Blitz-Kritik: Akua Naru Hip-Hop für Hirn, Herz und Hüften

Akua Naru ist eine Lichtgestalt im Hip-Hop. Ihre geschmackvolle, vor allem durch Jazz, aber auch durch Soul und Funk infizierte Lesart des Genres und ihre klugen, kritischen Texte gehen bei der in den USA aufgewachsenen Musikerin, die seit 2006 in Köln lebt, eine äußerst glückliche Verbindung ein.

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Akua Naru begeisterte in der Pumpe.

Quelle: Manuel Weber

Kiel.  Richtig gute Songs sind das, und wie die live klingen, das durfte am Freitag das Publikum in der sehr gut gefüllten Pumpe bei der Kiel-Premiere Akua Narus und ihrer Band erleben.

Der erste Eindruck

Der Umbau nach dem ausgezeichneten Hamburger Support Pecco Billo (wie oft gibt es bei Vorgruppen schon derart  vehemente Rufe nach Zugaben?) geht erfreulich fix vonstatten, aber dann dauert es eine gefühlte und nicht nachvollziehbare Ewigkeit, bis der Hauptact Akua Naru endlich die Bühne betritt. Der entschädigt dann aber auf ganzer Linie für das lange Warten.

Das Publikum

Ist in Partylaune, tanzt, klatscht auch mal unaufgefordert im Takt und lässt sich willig zum Mitmachen animieren. Die ausnahmslos erstklassigen Soli werden reich mit Beifall bedacht. Ob die Menge allerdings mehrheitlich die teils sehr ausführlichen Concious-Rap-Ansprachen Akua Narus während der Songs und auch dazwischen tatsächlich konzentriert verfolgt, darf bezweifelt werden.

Was in Erinnerung bleibt

Noch nie einen so guten Sound erlebt in der Pumpe. Kristallklar und optimal aufeinander abgestimmt, ist jedes Instrument akustisch problemlos herauszufiltern aus dem homogenen, voluminösen Bandsound. Absolut erinnerungswürdig  ist natürlich die charismatische Sängerin. Und auch das minutenlange, facettenreich, spannende Solo von Drummer Christian ganz am Schluss und als Letzter ganz allein auf der Bühne. Es macht die Menge noch mal richtig heiß und bringt sie zum Tanzen. Christian scheint kein Ende finden zu wollen.

Fazit

Wow!

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