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D-A-D: Der dänische Riffrock-Motor läuft

Blitz-Kritik D-A-D: Der dänische Riffrock-Motor läuft

Mit Heavyrock der melodischen Art feierte die dänische Kultband D-A-D mit ihren Fans in der gut gefüllten Halle 400 ein besonderes Konzert: Sie spielten ihre beiden Erfolgsalben „No Fuel Left For The Pilgrims“ und „Riskin It All“ komplett an einem Abend.

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Abgezockte Rocker: Die Dänen von D-A-D brachten die Halle 400 zum Kochen.

Quelle: D-A-D

Der erste Eindruck

Die Dänen waren und sind eine gute Liveband. Eingängige Songs, guter druckvoller Sound, der allerdings im ersten Teil und somit dem Album „Riskin It All“ von 1991 zu leadgitarrenlastig ausfällt. Sänger Jesper Binzer hat die passende Rockröhre und ist wegen seiner amüsanten Wortwahl („Liebe Kiel“, „Meine Damen und Herren“) mit dänischem Akzent ein prima Unterhalter. Die vielen skurrilen zweisaitigen Instrumente von Basser Stig Pedersen sind ohnehin immer echte Hingucker.

Die Musik/Das Programm

Der Tour-Titel „Riskin It All For The Pilgrims“ ist Programm – die Band spielt die beiden Alben “Riskin It All” (1991) von vorn und „No Fuel Left For The Pilgrims“ (1989) von hinten angefangen komplett durch. Somit ergibt sich, dass am Ende des Konzerts der wohl bekannteste Titel „I`m Sleeping My Day Away“ steht. Auf „Riskin It All“ ist die Band vielseitiger und lässt dem Blueselement in ihrer Musik mehr Raum („Down That Dusty 3`rd World Road“ mit Bottleneck). Mit „Laugh`n`A ½“ ist auch eine schöne Akustikballade dabei. „No Fuel left For The Pilgrims“ hingegen ist ein reines Riffrock-Album im Mid- bis Uptempo, das bestens geeignet ist, den Saal zum Kochen zu bringen.

Das Publikum

Die Alben haben 25 und 27 Jahre auf dem Buckel, dementsprechend hat sich überwiegend die Jugend von damals versammelt, um die alten Hits zu feiern. Auch aus Dänemark sind viele angereist, um teilzuhaben an dieser einmaligen Gelegenheit, zwei Alben am Stück zu hören.

Was in Erinnerung bleibt/Fazit

D-A-D sind purer Rock`n Roll, im Blues verwurzelt, dargebracht in fettem Sound und gespickt mit Refrains zum Mitsingen. Das funktioniert seit vielen Jahrzehnten und wird es auch weiterhin. Das beste Fazit zieht Frontmann Jesper Binzer selbst in der Ansage von „I`m Sleeping My Day Away“: „Morgen ist eine gude Tag, morgen kannst du viel schlafen. Schlafen ist gut for mental health, mental health is good for world peace. Und world peace ist good for Rock`n Roll”. Zitat Ende.

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Ein Artikel von
Kai-Peter Boysen

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