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Höhner: Kiel op kölsch

Blitz-Kritik Höhner: Kiel op kölsch

Mit Partyhits wie „Viva Colonia“ oder „Wenn nicht jetzt, wann dann“ ist die Kölner Band Höhner wohl jedem schon einmal ins Gehör geraten. Doch jetzt dreht die Band „Alles op Anfang“ – mit zwei neuen Bandmitgliedern und dem gleichnamigen Album kehrt sie zu den rockigen Anfangstagen zurück. In der Kieler Pumpe feierten 200 Fans.

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De Höhner begeisterten mit alten und neuen Hits in der Pumpe.

Quelle: Björn Schaller

Kiel. Der erste Eindruck

Das waren über zwei Stunden Kurzweil mit einer sehr professionellen und authentischen Band. Von seichter bis seriöser Ballade, von Achtziger- bis Karibik-Pop, vom Softrock bis zum Honky-Tonk-Stampfer haben Höhner alles im Programm, was die Herzen der Fans begehren. Sie bieten eine Schulter zum Ausweinen und Gesellschaft zum Feiern. Der Unterhaltungsmotor läuft rund und gut geschmiert mit rheinischer „Härrzlischkeit“.

Die Musik/Das Programm

"Das ist mal ein Aufstieg: Von der Sparkassen-Arena in einen richtigen Rock`n-Roll-Schuppen“ meint der zwirbelbärtige Sänger Henning Krautmacher zu Beginn des komplett auf kölsch gesungenen Abends. Den Rock`n Roll lassen Höhner beim neuen „Fröher oder späder“ von der Leine, sonst dominieren beim Kölner Sechser die poppigen Töne. Dass das Ganze nicht zu glatt gerät, verhindert Gitarrist John Parsons. Der Waliser nimmt den Part der Leadgitarre sehr ernst und ist mit seinen Licks und Sounds allein schon eine Reise wert. Neben alten Hits wie „Echte kölsche Band“ (Cover von Albert Hammonds „Free Electric Band“) und vielen Songs des neuen Albums gehört ein akustisches „Mitsing-Ding“ ebenso dazu wie die sehnsüchtig erwarteten „Viva Colonia“ und „Wenn nicht jetzt, wann dann“ im Zugabenblock.

Das Publikum

Bunt gemischt und spaßbereit. Die treuesten Fans stehen am Bühnenrand auf Tuchfühlung mit der Band. Dahinter Tanzen, Klatschen, Umarmungen, Arme schwenken und natürlich Mitsingen nahezu jeder Zeile.

Fazit

Eine mit durchweg guten Musikern besetzte Band begeisterte ihre Fans. Dass es nur gut 200 waren, dürfte Höhner (und dem Veranstalter) angesichts ihrer Popularität sicher etwas zu sehr „op Anfang“ gedreht sein. Dennoch hatte die Band sichtlich Spaß an dieser Show – wohin Höhner jenseits schunkelnder Karnevalsseligkeit flattern, bleibt abzuwarten.

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