20 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Lässig, lustig und unaufgeregt

Blitz-Kritik J.B.O. Lässig, lustig und unaufgeregt

 Seit 1989 präsentieren sich die nimmermüden Spaßrocker von J.B.O. als amüsantes Spiegelbild der gesamten Musikwelt. Das Rezept, bekannte Lieder zu covern und aus dem Zusammenhang zu reißen, zieht immer noch und so füllten die Erlangener auch den Saal der Kieler Pumpe.

Voriger Artikel
Die Rückseite des Lebens
Nächster Artikel
Große Namen, großer Einsatz

J.B.O bot eine humorige Flucht vom strengen Alltag.

Quelle: Michael Kaniecki

Der erste Eindruck 

Kiel. Kaum sind J.B.O. auf der Bühne da wird dem gut gefüllten Saal der Kieler Pumpe gleich einmal das „Glaubensbekenntnis“ abgenommen und mit dem Rock verheiratet. Das ist richtungsweisend: Hier wird fortan die Party und Lust am Feiern im Vordergrund stehen.

Die Musik…

...tritt fast in den Hintergrund. Ihr Fun Metal kann zwar die härtere Gangart, doch die ist kaum nötig um den Saal in Wallung zu bekommen. Der Kontrast aus düster-bedrohlichen Riffs und Liebeslied wie bei „Gänseblümchen“ lässt aber Schmunzeln.

Das Publikum…

…nimmt sich so seine Auszeiten vom Feiern. Ist aber bei den Bandklassikern wie „Bolle“ oder „Wir Ham Ne Party“ voll da und lässt sich nur allzu gerne von den volksnahen J.B.O. zum Mitmachen animieren. Viele Fans der ersten Stunden geben sich durch alte Tour-Shirts zu erkennen.

Was in Erinnerung bleibt

„Für unsere Cover müssen wir Genehmigungen einholen, wenn wir sie auf Platte herausbringen wollen“, erzählt Gitarrist G. Laber. Die bekommen sie nicht immer. Zum Glück gibt es die Konzerte. Aus einem Rammstein-Song eine sonnige Reggae-Version zu basteln ist frech-heiter und sagt eigentlich alles aus über J.B.O.

Fazit

Die Spaß-Metaler gaben sich lässig-lustig und blieben dabei sehr unaufgeregt. Für Prädikate wie „künstlerisch wertvoll“ oder „tiefsinnig“ waren sie nicht gekommen, sondern boten eine humorige Flucht vom strengen Alltag.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Kultur 2/3