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So war das Konzert der Rolling Stones

Blitz-Kritik So war das Konzert der Rolling Stones

Und sie rollen und rollen und rollen und setzen einfach kein Moos an: Vital, energiegeladen und strotzend vor Spiellaune euphorisierten The Rolling Stones beim Europa-Auftakt ihrer „No-Filter“-Tour rund 82000 Besucher im Hamburger Stadtpark.

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Die Rolling Stones bieten beim Auftakt ihrer Europatournee in Hamburg eine perfekte Bühnenshow und klasse Musik mit authentischem Rock und Blues. Hier im Bild: Mick Jagger beim Start der Rolling-Stones-Europatour "No Filter" in Hamburg.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Der erste Eindruck

Hamburg. Event oder einfach nur Rockkonzert? Beides. Es geht natürlich auch darum, dabei (gewesen) zu sein, und Gott weiß, wie lange die Stones noch vollzählig sind. Aber es ist halt auch ein ganz normales Rockkonzert, ruppig, rau, eben ohne Filter, allerdings vor einer gigantischen Kulisse und dazu idyllisch gelegen. Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts, Ron Wood und ihre formidablen  musikalischen Unterstützer sind sofort präsent.

Das Programm …

… ist wie erwartet gespickt mit Klassikern. Vom aktuellen Coveralbum „Blue & Lonesome“ nur zwei Stücke, und nach dem Einstieg mit „Sympathy For The Devil“ hagelt es Hits: „Satisfaction“, „Street Fighting Man“, „Start Me Up“, „Miss You“, „Paint It Black“, Honky Tonk Women“,  „Under My Thumb“, „Brown Sugar“ und was noch alles, als Zugabe das fantastische Doppelpack „Gimme Shelter“ und „Jumpin‘ Jack Flash“. Auch Raritäten stehen auf der Setlist, wie das seit 1973 nicht mehr live gegebene „Dancing With Mr. D“ oder „Play With Fire“ (zuletzt 1990 zu hören). Keith Richards singt als Lead-Vocalist zwei Songs aus seiner Feder: „Slipping Away“ und „Happy“.

Das Publikum

Tendenziell älteren Semesters und absolut bunt gemischt. Geht gut mit bei Mick Jaggers Animationen. Und filmt und fotografiert exzessiv das denkwürdige Ereignis. Sogar ältere Männer sieht man vorm Konzert Selfies knipsen mit der Bühne im Hintergrund, auf vier riesigen Videoleinwänden die roten Stones-Zungen.

Was in Erinnerung bleibt

Wie Gitarrist Ron Wood trotz seiner Lungenkrebs-Erkrankung vital und ausgelassen über die Bühne fegte. Ihm stand wenig überraschend Mick Jagger in Agilität in nichts nach und sammelte fleißig Sympathiepunkte durch Wortbeiträge auf Deutsch, die tatsächlich in einem „Hummel, Hummel!“ gipfelten. Denkwürdig auch seine Vorstellung Ron Woods als „Mr. Holz.“

Fazit

23 Songs beim Konzert der Rolling Stones und ein mehr als zweistündiges, kurzweiliges, fantastisches Konzert. Wer diese Band aufs Altenteil wünscht, hat keinen Schimmer.

Hier sehen Sie Bilder vom Rolling-Stones-Konzert in Hamburg

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