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Auf Reisen mit triosence

Blitz-Kritik Auf Reisen mit triosence

Wenn einer eine Reise tut, kann er was erzählen. So auch Bernhard Schüler, Pianist und Komponist von triosence. Zu jedem der Songs auf dem Album „Hidden Beauty“, welches das Jazz-Trio (Stephan Emig, Drums; Omar Rodriguez Calvo, Kontrabass) im KulturForum vorstellte, gibt es eine (Reise-) Geschichte.

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Triosence im Kieler Kulturforum.

Quelle: Björn Schaller

Der erste Eindruck

Kiel. Wie auf Reisen die Landschaften wechseln im Opener „As If It Was Yesterday“ die Klangfarben und Takte. So komplex komponiert sei das Stück, erzählt Bernhard Schüler, dass man sich bei der Aufnahme daran „die Zähne ausgebissen“ habe. Gleichwohl ist seine flüssige Melodik höchst eingängig. Komplexes einfach erscheinen zu lassen, ist ein Markenzeichen des Trios, dem es schon am Beginn treu bleibt.

Das Programm

Ungemein facettenreich ist der „Song-Jazz“, wie triosence ihre Spielart nennen, durch die vielen wirklichen und musikalischen Reisen, die das Trio zwischen Brasilien weit im Westen und Taiwan im fernen Osten unternommen hat. Zwischen Boogie, Blues, Bossa, Samba, Orientalischem und Afrikanischem spannt sich der Bogen – wie auch in den Stücken von den sechs vorangegangenen CDs, die das Trio ins neue Programm einstreut.

Das Publikum

... begibt sich bereitwillig mit auf die oft temporeichen Reisen rund um den Globus und die Genres. Wenn die Triopartner die gemeinsamen verschlungenen Pfade für Soli verlassen, gibt’s regelmäßig Szenenapplaus – aus Begeisterung auch über manche virtuose Klangartistik.

Was in Erinnerung bleibt

Nicht nur auf ihre poetischen Klangreisen nimmt uns das Trio mit, sondern auch in die kleinen und großen Geschichten des Lebens, die dahinter stehen. Sie machen triosences Songs so nahbar, als wäre jeder „unser Lied“.

Fazit

Die „Hidden Beauty“ ist bei triosence keine verborgene. Die Fremde wird liebenswert vertraut, ohne dass sie ihre exotische Schönheit einbüßt. So machen Jazz-Reisen in die Fremde Spaß.

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