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Christoph Spangenberg: Eine neue Seite von Nirvana

Blitz-Kritik Christoph Spangenberg: Eine neue Seite von Nirvana

Nirvanas „Nevermind“ wurde jüngst vom deutschen „Rolling Stone“ zum besten Album der 90er Jahre gekürt. Schon geraume Zeit vorher hat sich der Jazz-Pianist Christoph Spangenberg des Grunge-Klassikers angenommen und in den Jazz-Kontext übersetzt. Wie diese Adaptionen klingen, zeigte sich im Kieler Kulturforum.

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Christoph Spangenberg war im Kieler Kulturforum zu Gast.

Quelle: Manuel Weber

Der erste Eindruck

Kiel. Auf der Bühne ein Konzertflügel im Schummerlicht, nur leises Gemurmel im Zuschauerraum. Christoph Spangenberg – weißes Hemd über der weiten Hose, schmale karierte Krawatte, weiße Sportschuhe – federt auf die Bühne, verbeugt sich in den Applaus, nimmt Platz, sammelt sich und beginnt mit …

Das Programm

… „Come As You Are“. Denn der Jazz-Pianist, der fünf Jahre alt war, als 1991 mit Nirvanas „Nevermind“ das berühmteste und wohl auch beste Grunge-Album erschien, spielt  in seinem Programm vor allem Songs von diesem Meilenstein der Rock-Geschichte, aber auch ein paar andere Nirvana-Klassiker und als Zugabe zwei eigene Stücke.

Das Publikum

Rund 60 sind gekommen, junge und ältere. Einer trägt ein Nirvana-Shirt, sitzt in der ersten Reihe und genießt das Dargebotene ganz offensichtlich. Es gibt viel Beifall und einige begeisterte Pfiffe für Spangenbergs virtuose Interpretationen, dessen einfallsreiche Arrangements von einer sensiblen Auseinandersetzung mit den Songs zeugen, die er brillant ins fremde Genre überführt.

Was in Erinnerung bleibt

Das höchst einfühlsame Klavierspiel, die mutigen, teils ins Dur gewendeten Umdeutungen der tendenziell schwermütigen Songs. Ganz ohne Effekthascherei und Verzuckerung, denn zumindest unterschwellig bleibt das Düstere immer präsent, was für eine spannungsreiche Ambivalenz sorgt. Und die Auffrischung einer Erinnerung, welch geniale, unvergängliche  Melodien diese Band geschaffen hat.

Fazit

Ein intensives musikalisches Erlebnis, das noch längere Zeit nachklingen wird

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