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Rihanna kam mit Fotoverbot und Megahits

Blitz-Kritik Rihanna kam mit Fotoverbot und Megahits

Ein Megastar in Hamburg, der zuerst ein Fotoverbot ausspricht, es dann wieder aufhebt, um es dann wieder auszusprechen: R'n'B-Star Rihanna trat am Sonnabend im Volksparkstadion auf. Und hinterließ einen faden Beigeschmack.

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Mega-Star Rihanna wollte keine Fotos von ihrem Auftritt.

Quelle: Michael Nelson/dpa

Hamburg. Rin in de Kartüffeln, rut ut de Kartüffeln. Unklar ist, ob es auf Barbados ein Pendant zu dieser plattdeutschen Redewendung gibt. Jedenfalls handelten der barbadische R’n’B-Weltstar Rihanna (28) und ihr Management beim Start der Deutschland-Etappe in Hamburg nach dieser Fasson. Denn erst hatte es ein Fotoverbot gegeben, das dann wieder aufgehoben wurde, um dann unmittelbar vor dem Konzert erneuert zu werden. Daher gibt es vom Gig im Volksparkstadion keine offiziellen Pressefotos.

Der erste Eindruck

Der Star steht klar im Fokus. Nach dem Gang mitten durch die Menge ist Rihanna allein auf einer kleinen, weiß  ummantelten Bühne in der Mitte des Stadions und singt zur Musik. Etwa Halbplayback? Denn eine Band ist nicht zu sehen. Kein Wunder, die spielt auf der großen Bühne unsichtbar im Souterrain, wird erst zum achten (!) Stück „Bitch Better Have My Money“ nach oben gefahren und spielt dann ebenerdig weiter.

Das Programm

Viele Hits, darunter „Umbrella“, „Diamonds“, „Rude Boy“, „Stay“, „We Found Love“, dazu das durchaus gelungene Tame-Impala- Cover „Same Ol‘ Mistakes“ und die Kollabo „FourFiveSeconds“ mit Kanye West und Paul McCartney - in Hamburg live vorgetragen natürlich ohne die beiden Kollegen. Straff klemmte Song an Song, manche gingen ineinander über, manche nicht voll ausgespielt. So kamen 25 in anderthalb Stunden zusammen.

Publikum

Knapp 30.000 im Hamburger Volksparkstadion, die meisten wenig überraschend jüngeren Alters. Sattelfest textsicher wird mitgesungen, werden Arme geschwenkt, wird viel fotografiert, selbstverständlich auch etliche Selfies. 

Was in Erinnerung bleibt

Das stimmungsvolle riesige Smartphone-Display-Lichtermeer im Rund beim Song „Diamonds“. Die etlichen Kostümwechsel der Diva. Und die Kälte, die diese Show trotz all der demonstrativ dargebotenen Erotik ausstrahlte, obwohl man Rihanna eine massive Bühnenpräsenz nicht absprechen kann.

Fazit

Für den Fan sicher ein exzeptionelles Erlebnis, bei distanzierterer Betrachtung ein Konzert-Event, das zumeist eher kalt ließ.

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