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Wieder einen großen Schritt weiter

Blitzkritik: Alexa Feser Wieder einen großen Schritt weiter

400 Zuhörer waren gekommen, um im Max in Kiel die Songwriterin Alexa Feser mit ihrem neuen Album „Zwischen den Sekunden“ zu erleben. Nach „Gold von morgen“ (2014), der Echo-Nominierung (2015) und mehreren Touren durfte das Publikum ihren nächsten Entwicklungsschritt begutachten. Und dieser war groß.

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Kühnheit und Richtigkeit

Alexa Feser verließ auch mal die Bühne, um inmitten ihrer Fans zu singen.

Quelle: Björn Schaller

Das Programm

Kiel. Nach einem hinreißendem Support der Sängerin und Komponistin Louka, präsentierten Alexa Fesa und ihre Band eine durchaus gelungene Mischung aus sensiblen pianodominierten Balladen (Herz aus zweiter Hand), charttauglichem Elektronik-Pop (Medizin, Alles was zählt), hymnenhaften Mitsingnummern (Mensch unter Menschen, Paradies im Kopf ) und gerade textlich starken Liedern (Straßenkinder, Leben). Überhaupt der Text: Alexa Feser dichtet ihre durchweg deutschen Lieder ernsthaft, aber nicht humorlos. „Man setzt sich mit der Realität an einen Tisch“ sagt sie irgendwann während des Konzerts. Das hört man den Songs auf positive Weise an.

Das Publikum

Bunt gemischt (niemand im Holstein - oder HSV-Trikot...). Feierte begeistert mit, wo es angebracht war, und konnte zuhören, wo es der Text oder der Duktus der Lieder verlangte.

Was in Erinnerung bleibt

Eine bestens aufgelegte Sängerin, die auch mal die Bühne verließ, um inmitten ihrer Fans zu singen. Viele tolle Songs, kompositorisch sehr abwechslungsreich und versehen mit überwiegend relevanten Inhalten.

Fazit

Alexa Feser ist die neue weibliche Hoffnung im deutschsprachigen Singer-Songwriter-Pop. Sie klingt anders, sie klingt wichtig, aber nicht bemüht. Man weiß tatsächlich nicht, ob man ihr den großen Hitparaden-Durchbruch wünschen soll. Würde sie ihre Eigenwilligkeit und damit Originalität verlieren, wäre das zu schade.

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