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Bob Dylan: Klassiker singt Klassiker

Blitzkritik Bob Dylan: Klassiker singt Klassiker

Auf seiner „Never Ending Tour“ legten Literaturnobelpreis-Träger Bob Dylan und seine fabelhafte Band einen Zwischenstopp in der ausverkauften Barclaycard-Arena in Hamburg ein. Gut 100 Minuten ließ „His Bobness“ allein die Musik sprechen.

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Das Archivfoto von Bob Dylan entstand 2012 bei einem Auftritt in Spanien. Seit Jahren untersagt der Nobelpreisträger Konzertfotos.

Quelle: Domenech Castello/dpa

Das Programm

Hamburg. Wer befürchtet (oder vielleicht etwa  gar gehofft?) hatte, Dylan würde im Zuge seines jüngsten Albums „Triplicate“ den Löwenanteil der 21 Songs starken Setlist nur aus dem Great American Songbook bestücken, konnte aufatmen. Er croonte drei Sinatra-Cover („I Could Have Told You“, „Melancholy Mood”, „All Or Nothing At All” ), einmal Johnny Mercer („ That Old Black Magic”) und einmal Yves Montand („Autumn Leaves”), das war’s. Ansonsten gab’s alte und neuere Dylan-Klassiker wie „Duquesne Whistle“, „Highway 61 Revisited“, „To Ramona“, „Things Have Changed”, „Desolation Row” und eine kaum wiederzuerkennende Version von „Blowin’ In The Wind” als erste Zugabe.

Das Publikum

Wenig überraschend waren die meisten Ü 50 oder Ü 60, aber es waren auch ganz schön viele jüngere darunter und sogar ein paar Kinder. Bestuhlte Konzerte mindern nun mal entscheidend die Bewegungsmöglichkeiten, doch auch bei den rockigeren Songs nickten die Köpfe nur um Nuancen stärker. Die Menge spendete strammen Beifall, betont wohlwollend und ermutigend, so schien es, gerade auch nach den Coverversionen.

Was in Erinnerung bleibt

Natürlich schon mal per se, ein Konzert mit Bob Dylan erlebt zu haben. Und die in der Tat seltsam berührende Mischung aus Zuneigung und Respekt, mit der er die Jazz-Klassiker interpretierte.

Fazit

Ein motiviertes, rundes Konzert der als launisch verschrienen Singer/Songwriter-Ikone. Vielleicht hatte die Preisverleihung Bob Dylan ja doch etwas beflügelt.

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