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RIN in der Kieler Pumpe

Blitzkritik RIN in der Kieler Pumpe

Die Beats wummern gewaltig, das bunte Licht der Scheinwerfer schafft es nur schwer, sich gegen den Bühnennebel und den Rauchschwaden aus dem Publikum zu behaupten. In der ausverkauften Pumpe herrschte der positive Ausnahmezustand, als Rapper RIN dort ein explosives Hip-Hop Feuerwerk entfachte.

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Rapper RIN entfachte ein explosives Hip-Hop Feuerwerk.

Quelle: Michael Kaniecki

Das Programm

Kiel. RIN-Produzent Minthendo eröffnete den Abend mit einem kurzen Gig und gab schon mal die Marschroute vor. Satte Sounds, eingängige Hooklines und viel, sehr viel Energie. Dann eroberte der als Sohn bosnisch-herzegowinischer Eltern in Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart geborene RIN das Feld. Im Mittelpunkt standen Songs des aktuellen Albums „Eros“ und RIN hielt die ohnehin nicht eben geringe Betriebstemperatur des Publikums mit Krachern wie Bass, Ich will, dass du mich brauchst oder Bros konstant am Limit. Letzterer Hit wurde als Zugabe gleich noch einmal gespielt. Aber natürlich erfreute der charismatische Performer seine  Anhänger auch mit älteren Songs, allen voran dem immens erfolgreichen, mit Yung Hurn eingespielten, Bianco („Der Scheiß ist weiß“).  Der Sound war durchwachsen, es war zwar laut, es war ganz sicher auch treibend, aber zu oft wurde RINs Stimme vom Getöse einfach verschluckt. Schade um die Texte. Aber die kannte im Saal sowieso jeder...

Das Publikum

Vor der Bühne drängelten sich die jüngeren Semester, die sich trotz tropischer Temperatur und großer Enge das Tanzen und mitsingen nicht nehmen ließen. Die jungen Fans feierten eine ausgelassene Party, während einige begleitende Elternteile im hinteren, etwas ruhigeren Teil des Saals froh waren, einen der letzten Barhocker zu ergattern. Doch nach der Hälfte des Gigs verließen auch viele von ihnen das harte Sitzmöbel, ließen sich von der flirrenden Atmosphäre anstecken und schwangen ebenfalls das Tanzbein. 

Fazit

Ein schweißtreibendes, lautes aber friedvolles Hip-Hop-Happening, bei dem sich der Protagonist wohltuend von den inflationierten Gangsta-Rap -Attitüden abhob und seine Musik mit Lust und Laune und der nötigen Prise Unbekümmertheit in die Menge drosch. Hat Spaß gemacht. 

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