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The Australian Pink Floyd Show: Covern mit Niveau

Blitzkritik The Australian Pink Floyd Show: Covern mit Niveau

Die Frage ist erlaubt, welchen Sinn Coverbands machen. Der einfachste besteht, wenn das Original nicht mehr existiert. So wie die 2015 aufgelösten Pink Floyd. Als wohl beste Coverband gilt The Australian Pink Floyd Show, am Montag lautstark gefeiert von rund 1500 Zuschauern in der Sparkassen-Arena in Kiel.

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Mit ganz viel Gefühl: The Australian Pink Floyd Show am Montagabend in der Sparkassen-Arean in Kiel.

Quelle: Manuel Weber

Das erste Eindruck

Kiel. Ganz dicht dran am Original. Technisch über jeden Zweifel erhabene, ungemein versierte Musiker, die aber keineswegs nur maschinenhaft die Noten nachspielen, sondern trotz aller natürlich gewollten Nähe einen eigenen Ausdruck hinbekommen und so eine echte Konzertatmosphäre schaffen.

Das Programm

Nennt sich „Das Beste vom Besten 2016“. So ein Versprechen ist natürlich immer subjektiv, zumal wenn versucht wird, aus Gründen einer gewissen Flächigkeit auch die im Vergleich zu früheren Großtaten qualitativ nicht unbedingt hochwertigen Stücke aus der Spätphase von Pink Floyd zu berücksichtigen. Natürlich sind etliche Klassiker wie „Shine On You Crazy Diamond“, „Wish You Were Here“, „Time“, „Comfortably Numb“ oder „Another Brick In The Wall” dabei, andere wie “Money” oder „Have A Cigar” fehlen. Alles geht halt nicht.

Das Publikum

Das waren mit Sicherheit lauter Fans, wie sollte es anders sein? Etliche mit der Band groß geworden. Aber auch nicht wenige darunter, die 1979 bei „The Wall“ noch nicht geboren waren.

Was in Erinnerung bleibt

Fast drei Stunden, die kurzweilig schnell vorbei waren. Exzellente, sympathische Musiker mit Humor (das Känguru musste mehrfach für gewitzte Spielchen mit Pink-Floyd-Artwork herhalten) und einer sympathischen Neigung zu politischen Seitenhieben, etwa wenn zum Song „Pigs (Three Different Ones“) vom Album „Animals“ Donald Trump, David Cameron, George W. Bush und andere offenbar Unbeliebte mit Schweinerüsseln ausgestattet werden.

Fazit

Wenn schon eine Coverband, dann bitte möglichst eine solche.

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Ein Artikel von
Thomas Bunjes
Kulturredaktion

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