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Musikalisch wie ein riesiger Felsblock

Ruthie Foster Musikalisch wie ein riesiger Felsblock

Klein an Körpergröße, doch musikalisch wie ein riesiger Felsblock, so lässt sich Ruthie Foster am besten beschreiben, die dem Abschluss des diesjährigen Kunstfleckens in Neumünster am Sonntag ein bekömmliches Blues-Sahnehäubchen aufgesetzt hat.

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Die 53-jährige Ruthie Foster huldigt bei dem Konzert auf dem Kunstflecken verstorbene Größen wie Mississippi John Hurt, Son House, Sam Cooke, Otis Redding und die immer noch aktive Mavis Staples.

Quelle: Dieter Hanisch

Neumünster. Der erste Eindruck:

Mit knapp 300 Besuchern erlebt die Werkhalle ein weiteres ausverkauftes Konzert. Gleich mit dem Gospel Brand New Day als Opener erzeugt die US-Amerikanerin ein gemeinschaftliches Wohlgefühl, als befände man sich in einer texanischen Kapelle und nicht in einem denkmalgeschützten holsteinischen Industrie- und Lagergebäude.

Das Programm:

Die Setlist umfasst einen Überblick der Foster-Karriere der vergangenen 15 Jahre. Die 53-Jährige huldigt dabei verstorbene Größen wie Mississippi John Hurt, Son House, Sam Cooke, Otis Redding und die immer noch aktive Mavis Staples, macht aber auch deutlich, dass sie eine Ader für Roots- und Countrysongs hat, etwa wenn sie sich in ganz eigener Manier den Johnny Cash-Klassiker Ring of Fire vorknöpft und in eine romantische Ballade verwandelt.

Das Publikum:

Wenn Foster zum Gospel bittet, wird im Takt mitgeklatscht. Aber auch Groove, Soul, R & B und Delta-Blues werden gebührend mit Beifall bedacht. Bei ruhigen Songs starren die Besucher geradezu andächtig auf die Foster-Darbietung.

In Erinnerung bleibt:

Die in ihrer Heimat mehrfach mit höchsten Preisen dekorierte Bluessängerin beschreibt in spielerischer Form äußerst lebendig, mit wie viel Action es in einer Gospelmesse zugeht – Thriller und Sportevents erscheinen demnach vergleichsweise langweilig.

Fazit:

Gäbe es den Posten einer Gospel-Botschafterin – Ruthie Foster hätte ihn wahrlich verdient!

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