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Malerischer Abschluss mit Indie-Pop

Brückenfestival Malerischer Abschluss mit Indie-Pop

Zum wunderbar verträumten Disillusioned des Berliner Indie-Pop Duos Nosoyo geht der Vollmond über der Kieler Sommernacht auf. Ein malerischer Live-Abschluss in Musik und Bild für das kleine, feine Brückenfestival auf dem Platz vor dem Blauen Engel.

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Nosoyo live auf dem Brückenfestival vor dem Blauen Engel.

Quelle: Weber, Manuel

Kiel. Das Duo um Donata Kramarz (Gesang, Gitarre) und Daim De Rijke (Schlagzeug, Percussion), die sich beim Musikstudium in Amsterdam kennengelernt haben, haben schon als Support für L’aupaire und Lola Marsh gespielt. So fühlt man sich schon beim Opener Get Used an Artverwandtes wie Boy oder Talking To Turtles erinnert. Der Leichtigkeit der Arrangements setzen sie schwermütige, nachdenkliche Texte entgegen. Donata Kramarz zupft ihre Gitarre mit leichtem Overdrive, Daim De Rijke folgt ihr mit Trommel, Hi-Hat und Rassel. Die spärliche Live-Instrumentierung sorgt allerdings dafür, dass das Duo soundtechnisch schnell an ihre Grenzen stößt.

Zuvor hatte die Kieler Punk-Alternative Band Panicburg City einige Soundgrenzen gesprengt. Unüberhörbare Einflüsse von etwa Hüsker Dü oder Joy Divison erweitert der Vierer zu einem rohen Soundbild, das rudimentäre Schichten mühelos übereinander stapelt. Die verzerrten Riffs von Gitarrist Carsten schweben über dem soliden Grundgerüst und treiben an, bis die Band wie bei No Stone Unturned oder Seaside die Songs herunter bricht und damit eine ihrer großen Stärken zeigt: Alles kann, nichts muss beim Brückenfestival der Einflüsse.

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