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Beglückt beglückender Pop-Dandy

Bryan Ferry in Hamburg Beglückt beglückender Pop-Dandy

Es ist wohl kaum möglich, sich dem Charme dieses begnadeten Pop-Dandys gänzlich zu entziehen. Auch mit 71 zieht der bei Bryan Ferry noch wie einst im Mai.

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Auch mit 71 zieht der bei Bryan Ferry noch wie einst im Mai.

Quelle: Isabel Schiffler

Hamburg. Seine Stimme klingt im fast vollbesetzten Hamburger Mehr!Theater nicht mehr so cremig wie früher, kratzt hin und wieder, was ihr aber eine interessante Patina verleiht.

 

Der erste Eindruck

Das schnurrt hier heute Abend im Eventmodus. Der Gentleman der britischen Popmusik ist in der Stadt, den will man sich nicht entgehen lassen.

Das Programm

Eine veritable Best-of-Kollektion aus 24 Songs seiner Jahre mit Roxy Music und der Solo-Phase. „Avalon“ fehlte ebenso wenig wie „More Than This“ oder “Love Is The Drug”, wie „Slave To Love“, “Jealous Guy” oder “Let’s Stick Together”. Zu den Konzert-Highlights zählten definitiv auch “Stronger Through The Years” und “In Every Dreamhome A Heartache”.

Das Publikum

Zunächst noch etwas hanseatisch kühl, taute es immer mehr auf. Nach gut der Hälfte des Sets, beim Roxy-Music-Klassiker „Re-Make“/Re-Model, riss es die mit dem Star zuallermeist in die Jahre gekommenen Gäste vor Begeisterung in den Stand, und in dem blieben sie dann auch durchgängig bis zum Ende des Konzerts.

Was in Erinnerung bleibt

Die offensichtliche Freude Ferrys über eben dieses Aufstehen und Stehenbleiben, am Tanzen, Mitklatschen, Armeschwenken. Wirkte auch er zunächst noch etwas unterkühlt, warf Ferry nun zwischen den Songs strahlend Kusshände in die Menge und winkte beglückt.

Fazit

Ein klasse Konzert, was nicht zuletzt auch Ferrys fantastischer, siebenköpfiger Band zu verdanken ist.

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