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Träume aus der Tiefe

CineMare Träume aus der Tiefe

Drei schleswig-holsteinische Meeresfilme, Gor Margaryans Essay-Film „Hydrographie“, die Hochglanz-Doku „Virtual Vents“ von Björn Kurtenbach und die NDR-Doku „Bei Auftrag – Abenteuer!“, tauchten beim Meeresfilmfestival CineMare in die Tiefen des Meeres und der Seele.

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Der Mensch träumend vor dem gewaltigen Meer – Selbstporträt von Filmemacher Gor Margaryan in „Hydrographie“.

Quelle: Gor Margaryan

Kiel. Im Rahmen der Zusammenarbeit der Muthesius Kunsthochschule und des Exzellenz-Clusters „Ozean der Zukunft“ war der aus Armenien stammende Gor Margaryan Gast an Bord des Forschungsschiffs „Alkor“. Dabei sammelte er Material für „einen Film über das Denken an eigene Träume, Erinnerungen, Identität und an den Verlust“. Die zweiwöchige Tour auf dem Schiff war für ihn eine „magische Situation“, zumal er „die ganze Zeit seekrank“ war, „ein Zustand, in dem man auf sich selbst zurückgeworfen ist“.

In „Hydrographie“ ist kein einziger Mensch zu sehen – bis auf eine Szene, in der sich der Filmkünstler selbstporträtiert: in Rückenansicht und gleichsam verloren in Mitten des gewaltigen Meeres, einem Ort, „den ich immer vermisste, obwohl ich ihn vorher nie gesehen hatte“.

Virtual Vents von Björn Kurtenbach

Nicht minder faszinierend ist die fremde Tiefseewelt, die ein internationales Wissenschaftler-Team in der Nähe der Fidschi-Inseln entdeckte. Der Kieler Meeresfilmer Björn Kurtenbach hat die Forschungsreise in „Virtual Vents“ dokumentiert und traumhafte Bilder des unterseeischen Vulkans und seiner Meeresbewohner eingefangen.
Thomas Mauchs NDR-Doku „Bei Auftrag – Abenteuer!“ zeigt die Arbeit der Kieler Forschungstaucher von Submaris. Die Meeresbiologen Philipp Schubert, Robert Marc Lehmann, Uli Kunz, Christian Howe und der Archäologe Florian Huber werden immer dann angefragt, wenn es unter Wasser knifflig wird. Sei es beim Algen Zählen in der Kieler Bucht, einer Bestandsaufnahme der Korallenriffe der Malediven oder mit U-Boot „Jago“ im Fluttunnel des Walchensee-Wasserkraftwerks. 90 Prozent der Aufnahmen für die Doku haben sie selbst „geschossen“ und dabei traumhaft berauschende Bilder aus unterseeischen Tiefen eingefangen.

Programm

CineMare zeigt noch bis Sonntag Filme über „Meer und Mensch“. Programm: www.cinemare.org. Sonder-Screening von „Hydrographie“ am Sonnabend, 15 Uhr im Kino in der Pumpe.

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