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Siegfrieds Selbstfindung

Wagners "Ring" an der Oper Kiel Siegfrieds Selbstfindung

Generalintendant Daniel Karasek sieht in Wagners Siegfried einen „wunderbaren Toren“. Es gehe um das Erwachen einer Persönlichkeit, um die Selbstfindung Siegfrieds.

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Der in Preetz ansässige Puppenspieler und Norddeutsche Kulturpreisträger Marc Schnittger hat den Drachen neu erschaffen.

Quelle: Struck

Kiel. „Und um den großen Plan eines alternden Gottes, der seine eigene Endlichkeit begreift.“ Durch diese Figur des ruhelosen Wanderers, in den sich der einst übermächtige Wotan als romantischer Topos zurückgenommen hat, sieht der Regisseur einen stellvertretenden Vater-Sohn-Konflikt angebahnt.

 Einen erstaunlich „sympathischen Mörder“ nennt auch Generalmusikdirektor Georg Fritzsch den ernsthaft suchenden Titelhelden, einen, der aus einer naiven Natürlichkeit heraus erkennt, dass er zum Überleben stets der Stärkere sein muss. „Mir ist besonders wichtig zu zeigen, dass er immer dann, wenn er alleine in der Natur ist, ein anderer Mensch wird. Dass er dann zuhören kann und sensibel eine ursprüngliche Form der Liebe erspürt.“ Diese plötzlichen Stimmungsbrüche und Lichtwechsel seien ebenso genial gemacht wie die auffällig vermehrten Kommentare des Motivbeziehungszaubers im orchestralen Subtext.

 Auch für Karasek ist Natur hier das große Plus und Herausforderung zugleich. „Existenziell für den Abend ist der Drache“, so Karasek, „und wir hatten das große Glück, dass wir beim Rheingold auf eine schöne Idee mit den Riesen als transparente Puppen gekommen sind. So lag es nun nahe, mit Marc Schnittger nun auch den Drachen so zu erschaffen, geführt von acht Frauen und Männern.“ Besonders theatralisch will der Regisseur auch den Dialog zwischen Siegfried und dem Waldvogel ins Bild fassen.

  www.theater-kiel.de

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Ein Artikel von
Dr. Christian Strehk
Kulturredaktion

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