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Groove im Zeichen des Hirschs

Habitat-Festival Groove im Zeichen des Hirschs

Das „Wunder von Hohenlockstedt“, das vor einem Jahr die Fans der elektronischen Tanzmusik auf dem Flugplatz Hungriger Wolf begeisterte, schien im Dezember ein einmaliges zu bleiben. Aber es schien nur so.

Ein Mischwesen so bunt und vielfältig wie das Festival – Jennifer Eckerts Logo für das Habitat-Festival.

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Hohenlockstedt. „Das Habitat-Festival wird in dieser Form vorerst nicht mehr stattfinden“, mussten die Veranstalter seinerzeit auf ihrer Facebook-Seite mitteilen. Grund: „Unmutsbekundungen der klein- beziehungsweise spießbürgerlichen Gesellschaft“ gegenüber dem „Mikrokosmos“, den die Habitat-Crew auf dem Flugplatz Hungriger Wolf geschaffen hatte, und in Folge eine „unwillige“ Genehmigungsbehörde.

 Doch Totgesagte leben länger, und so konnte man im März freudigst vermelden, dass „der Phoenix“ doch noch „aus der Asche“ steige. Das Habitat im Zeichen des Hirschs – das „tierische“ Logo, ein „fabelhaftes Mischwesen“, so bunt und vielfältig wie das Festival, entwarf die Kieler Grafikkünstlerin Jennifer Eckert – wird also an diesem Wochenende wieder auf dem Flugplatz Hungriger Wolf aufgeschlagen.

 Was Wacken für Metalheads, ist das Habitat für „Bass-Bussards, Groove-Gorillas, Camp-Chamäleons & Co.“ – nur etwas kleiner, feiner und chilliger. Und mit viel Kunst rund um die sechs Floors, welche die Crews mit Massen von Holz und „fast 50000 Schrauben“ errichteten, jedes Tanzfeld ein eigenes Habitat für über hundert DJs und Bands aus den Genres Deep, House, Techno, Minimal, Psy, Progressive, Drum’n’Bass, Jungle und Dub. Zudem wurde das Team des Skandaløs-Festivals gewonnen, eine eigene Bühne zu kuratieren. Dort wird auch Musik im Grenzbereich zu Electronica präsentiert, etwa von dem Weimarer Klangkünstler Martin Kohlstedt oder dem Duo Bender & Schillinger. Weitere Headliner sind Isolée, Midas 104, Miyagi, Giorgia Angiuli, Whyt Noyz, Yetti Meissner, Fabio & Moon, Symphonix, Sevendoors und Syncopix.

 Nicht nur der Sound gehört zum Habitat, sondern, wie der Name ja schon andeutet, auch ein künstlerisches Surrounding. Dafür sind wieder Uhu Deco & More verantwortlich. Das Team von Eventarchitekten, Kunsthandwerkern und Lichtdesignern aus dem mecklenburgischen Domsühl versteht seine Bühnenbauten aus Holz, Metall und Textilien als Installationen, die über bloße Dekoration weit hinaus gehen – vor allem durch die Licht- und Lasertechnik, mit der die Nachteulen das Habitat in eine labyrinthisch verschlungene Traumlandschaft verwandeln werden.

 Freitag bis Sonntag, Flugplatz Hungriger Wolf in Hohenlockstedt. Karten gibt es nur für das ganze Wochenende für 60 Euro an der Abendkasse. Auf dem Festival-Gelände gibt es Camping-Möglichkeiten, und ein Shuttle-Bus verkehrt am Freitag und Sonntag zwischen Flugplatz und Bahnhof Itzehoe. Infos/Programm: www.habitat-festival.de

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