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Das Kieler Theater sucht weiter

Kaufmännischer Direktor Das Kieler Theater sucht weiter

Über die Gründe lässt sich trefflich spekulieren, das Ergebnis jedoch ist klar: Die Stellenausschreibung für den kaufmännischen Direktor am Theater Kiel ist ins Leere gelaufen.

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Bewegung im Vorstand beim Theater Kiel.

Quelle: Jan Köhler-Kaeß

Kiel. Unter den knapp zwei Dutzend Interessenten war nicht einer, der auch nur zu einem Auswahlgespräch eingeladen wurde, bestätigten Kulturdezernent Wolfgang Röttgers als Verwaltungsratsvorsitzender und Generalintendant Daniel Karasek. Ob es nun die Qualifikation war, mangelnde Theatererfahrung oder auch eine kühne Gehaltsvorstellung – in diesen Tagen erhielten alle Bewerber ihre Absage. Es wird weiter gesucht. Auch über direkte und interne Kanäle: Erst nach Ende der Spielzeitpause soll entschieden werden, ob erneut ausgeschrieben werden muss.

 Das Dilemma kam zustande, nachdem man sich an der Theaterspitze auf Ralf Klöter als geeigneten Nachfolger für den amtierenden Jörn Sturm festgelegt hatte. Denn Klöter, der bereits bis 2011 kaufmännischer Direktor in Kiel war und dann ans Staatstheater Mannheim wechselte, hatte im vergangenen Jahr signalisiert, dass er gerne wieder in den Norden kommen wollte. Um sich im letzten Moment anders zu erklären. Warum? Kurz nach Ende der Ausschreibung hat er (wie berichtet) den Zuschlag als neuer Geschäftsführender Direktor an der Hamburgischen Staatsoper bekommen.

 In Kiel guckte man in die Röhre und schrieb die Stelle zum 1. 4. 2017 aus. Das ist in Theaterkreisen sehr kurzfristig, während der Spielzeit. Überdies mag Klöters Rückzug in diesem Verfahren manch potenziellen Bewerber verunsichert haben. Bei einem neuen Anlauf, so Röttgers, müsse man wohl realistisch den August 2018 als Einstiegstermin avisieren. Nach fünf Jahren läuft Jörn Sturms Vertrag jedoch im Frühjahr 2017 aus. Es scheint nicht ausgeschlossen, dass man ihn angesichts seiner erfolgreichen Arbeit bittet, doch noch länger zu bleiben. Die von Daniel Karasek und GMD Georg Fritzsch angekündigte Nichtverlängerung zugunsten Klöters dürfte freilich die Harmonie im Theater-Vorstand nicht befördert haben.

 2017 übrigens könnte die nächste Ausschreibung im Leitungstrio anstehen: Georg Fritzschs Vertrag läuft bis August 2019. Eine erneute Verlängerung des seit 2003 in Kiel wirkenden Generalmusikdirektors gilt nicht als Selbstgänger.

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Ein Artikel von
Konrad Bockemühl
Ressortleiter Kulturredaktion

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