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Aufforderung zur Einmischung

Kultursenat Kiel konstituiert Aufforderung zur Einmischung

Als der Kultur- und Wissenschaftssenat der Stadt Kiel Ende September erstmals in neuer, „professionell verkleinerter“ Besetzung zusammentraf, stand zunächst die Wissenschaft im Vordergrund – und eine weitere Neuerung: Der Senat hat sich nicht nur mit dem Wissenschaftspreis 2017, sondern auch mit dem neu geschaffenen Innovationspreis zu befassen.

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Der neue Kieler Kultur- und Wissenschaftssenat: Lutz Kipp (Vorsitzender, rechts hinten), Hanne Pries (Stellvertreterin, rechts vorn), Anette Hüsch (links vorn), Daniel Karasek (links), Feridun Zaimoglu (Mitte vorn) und Arne Zerbst. Udo Beer war bei der ersten Sitzung verhindert.

Quelle: uwe paesler

Kiel. Der ebenfalls mit 10.000 Euro dotierte Innovationspreis ist für herausragende Leistungen im angewandten technologischen Bereich ausgeschrieben. Bis zum 1. Februar muss das Gremium die Preisträger vorschlagen, bevor für das Folgejahr wieder ein Kultur- und ein Förderpreisträger auszugucken sind.

Damit ist schon eine satzungsmäßig verankerte Kernaufgabe des Senats beschrieben, der 1952 mit Emil Nolde erstmals einen Kieler Kulturpreisträger empfahl. Doch dabei soll es nicht bleiben, betonte CAU-Präsident Prof. Lutz Kipp als Vorsitzender. Eine dynamische Kultur- und Wissenschaftsszene sei von essenzieller Bedeutung für eine Stadt wie Kiel. Und die Bereiche Kunst, Musik, Literatur, Theater und Wissenschaft gehörten zusammen. Dafür stehen die neuen Mitglieder des Senats: Kunsthallendirektorin Anette Hüsch, die Musiklehrerin und (Tiffany-)Sängerin Hanne Pries, der Schriftsteller Feridun Zaimoglu, Generalintendant Daniel Karasek, jeweils von Kulturdezernent Wolfgang Röttgers vorgeschlagen und vom Rat gewählt, sowie kraft Amtes die Präsidenten der Muthesius-Kunsthochschule, Arne Zerbst, und der Fachhochschule Kiel, Udo Beer (der zur ersten Sitzung verhindert war).

 Zerbst geht es darum, Kultur und Wissenschaft als gemeinsame große Werte für Kiel herauszustellen und sich dafür in neuer, gestärkter Aufstellung Gehör zu verschaffen. Zaimoglu möchte mehr erreichen für alle, die im Kulturbereich arbeiten und bis dato gar nicht so auffallen, zumal Kiel von außen eher selten mit Kultur in Verbindung gebrachte werde. Hanne Pries, auf der konstituierenden Sitzung zur stellvertretenden Senatsvorsitzenden gewählt, würde gern vieles „von dem, was wir an unserer Grundschule im Kleinen schaffen, ins städtische Große übertragen“. Anette Hüsch möchte ihre Gremienerfahrungen einsetzen, um konstruktiv über Dinge zu diskutieren und Prozesse in Gang zu setzen und Daniel Karasek sieht sich auch als „Aufpasser“ für das, was kulturell (auch mal nicht so gut) passiert in Kiel.

 Man fühlt sich geehrt und motiviert fürs neue Ehrenamt – und dazu noch ermuntert vom Vorsitzenden des Kulturausschusses, Dirk Scheelje, sich gerne mit qualifizierten Beiträgen einzumischen: Das Wort der „höchsten Repräsentanten“ habe Gewicht. Für derlei engagierte Wissenschafts- und Kulturakteure ist es freilich, das deutete sich an, gar nicht so einfach, terminlich auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen …

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Ein Artikel von
Konrad Bockemühl
Ressortleiter Kulturredaktion

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