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Deserteurdenkmal: Zeichen für Zivilcourage und Gerechtigkeit

Denkmäler Deserteurdenkmal: Zeichen für Zivilcourage und Gerechtigkeit

Hamburg (dpa/lno) - Das geplante Deserteurdenkmal in Hamburg soll ein wichtiges politisches Zeichen für Zivilcourage und Gerechtigkeit setzen. "Hamburg stellt sich als ehemaliger bedeutender Standort der Wehrmachtjustiz endlich seiner Verantwortung", sagte Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) am Freitag.

"Wir wollen den Mut und die Zivilcourage der Menschen würdigen, die sich für Gerechtigkeit und die eigenen Grundrechte sowie die Rechte anderer Menschen eingesetzt haben." Vor einem Jahr hatte sich eine elfköpfige Jury für einen Entwurf des Hamburger Künstlers Volker Lang entschieden. Ende Juli soll mit dem Bau der Gedenkstätte zwischen Stephansplatz und Dammtor begonnen werden. Die Fertigstellung ist für Ende November geplant.

 

 

"Damit geht für mich als Hamburger Wehrmachtsdeserteur ein später Traum in Erfüllung", sagte Ludwig Baumann, Vorsitzender der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz. Der Entwurf von Volker Lang sieht ein transparentes, gleichseitiges Dreieck vor, das Bezüge zu allen Seiten aufnimmt: Zum Kriegerdenkmal von Richard Kuöhl (1936) und zum Gegendenkmal von Alfred Hrdlicka (1983-86). Zwei der drei Wände werden aus bronzenen Schriftgittern gebildet. Die Texte stammen aus "Deutschland 1944" von Helmut Heißenbüttel (1921-1996).

dpa

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