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Deutsch-französisches Mahnmal in Neuengamme eingeweiht

Geschichte Deutsch-französisches Mahnmal in Neuengamme eingeweiht

Ein neues Mahnmal erinnert in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme bei Hamburg an die ermordeten Männer aus der französischen Stadt Murat in der Auvergne. "Das Mahnmal ist ein wichtiger Baustein für die Erinnerungskultur in Deutschland und in Frankreich", sagte Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) am Donnerstag.

Hamburg. Das Denkmal erinnert an die Folgen der deutschen Besatzungsherrschaft in Frankreich, die jeglichen Widerstand mit Gewalt zu brechen versuchte. Gleichzeitig wurde eine zweisprachige Ausstellung eröffnet, die von Schülern erarbeitetet wurde und das Geschehen in Murat sowie dessen Folgen ins Bewusstsein ruft.

Im Rahmen von Vergeltungsaktionen erschossen die deutschen Truppen im Sommer 1944 in Murat 25 Geiseln und deportierten am 18. Juli 1944 von dort 107 Männer zwischen 16 und 50 Jahren in das KZ Neuengamme. Die Männer aus Murat kamen in verschiedene Außenlager, wo sie schwerste Zwangsarbeit leisten mussten. 75 von ihnen überlebten die Deportation nicht. Das Mahnmal aus Basaltsäulen aus der Umgebung von Murat hat der Architekt Christian Pichot-Duclos, Enkel eines Deportierten, entworfen. Es steht im Gedenkhain in unmittelbarer Nachbarschaft zu Denkmälern aus den Niederlanden und Belgien, deren Bewohner ein ähnliches Schicksal erlitten hatten.

dpa

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