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Träumen ohne Chi-chi: Lise de la Salle

Kieler Philharmoniker Träumen ohne Chi-chi: Lise de la Salle

Lise de la Salle ist eine der jüngeren Sterne am internationalen Pianistenhimmel, wo französische Namen wie von Aimard bis Tharaud Bedeutung gewinnen. Dabei ist die Pianistin, die am 21. und 22. Mai Stargast bei den Kieler Philharmonikern ist, gar nicht so sehr auf „Grande Nation“ gepolt.

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Die Pianistin Lise de la Salle hat mit dem Dirigenten Fabio Luisi alle Rachmaninow-Klavierkonzerte auf CD eingespielt.

Quelle: lisedelasalle.com

Kiel.  Die Normandie, wo Lise de la Salle 1988 in Debargue geboren wurde, weist sie als Heimat im Gespräch am Rande der Proben weit von sich. Sie lebt seit drei Jahren in New York. Und selbst das Studium am Pariser Conservatoire hat nicht zu einer genuin französischen Traditionsprägung bei ihr geführt. „Ich habe dort zwar bei der legendären Geneviève Joy-Dutilleux verschiedentlich Anregungen bekommen und bei ihr gelernt, das Leben zu genießen und dass man bloß kein ’Chi-chi’ machen und unbedingt kernig männlich spielen soll – aber eigentlich hatte ich ohnehin eher Privatunterricht bei Pascal Nemirovski und somit auf Grundlage der russischen Klavierschule und mit engem Kontakt zur Julliard School in New York City.“

In Kiel spielt sie eine Rarität von Sergej Rachmaninow: das Erste Klavierkonzert fis-Moll. „Ich liebe das Stück. Es ist frisch, voller Vitalität, Brillanz, und es hat schon Charakter.“ Sie begeistert sich vor allem für das Andante cantabile in der Werkmitte: „Das hat die Blues-Atmosphäre einer Piano Bar, in der ein einsamer Mensch am Klavier improvisiert. Ein Traum!“

www.musikfreunde-kiel.de

Von Christian Strehk

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