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Doch weniger Geld für Ankäufe

Stadtgalerie Kiel Doch weniger Geld für Ankäufe

Kulturdezernent Wolfgang Röttgers hatte Ende Januar angekündigt, dass die Stadtgalerie Kiel ab diesem Jahr mit einem Ankaufsetat von 27000 Euro rechnen könne. Dazu wird es aber wohl nicht kommen. 

Kiel. Kulturdezernent Wolfgang Röttgers war aufgeräumter Stimmung, als er am 27. Januar in der Stadtgalerie zur Vorstellung des Jahresprogramms mit Neuigkeiten aufwartete. as Haus verfüge in diesem Jahr mit einem erhöhten Ankaufsetat von 27000 Euro über mehr Spielraum, freute er sich. Eine Summe, so der Dezernent und Kämmerer weiter, die für die „nächsten Jahre fortgeschrieben werde“. Zwei Tage vor den Haushaltsberatungen in der Ratsversammlung scheint das allerdings nicht mehr als ein frommer Wunsch zu sein. Nach einem Änderungsantrag der Kooperation von SPD, Grünen und SSW soll die Erhöhung um 10000 Euro wieder gestrichen werden. Ingrid Lietzow, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, bestätigt das auf Nachfrage, versucht aber gleichzeitig zu relativieren. Der Ankaufsetat der Stadtgalerie sei 2015 erstmals um 10000 Euro gestiegen. 2014 habe er noch 7000 Euro betragen. Mit dem jetzigen Budget von 17000 Euro müsste Stadtgaleriedirektor Wolfgang Zeigerer laut Lietzow eigentlich zufrieden sein. Und die 10000 Euro? Die brauche man für das Programm „Kinder zur Kultur und Wissenschaft“. Wenn dafür die Fahrtkosten nicht mehr übernommen würden, müsse man diese erfolgreiche Initiative beenden.

 Lietzow verweist darauf, dass der Änderungsantrag ja gemeinsam von der Kooperation getragen werde. Dirk Scheelje spricht als Ratsmitglied der Grünen in der Sache schlichtweg von einem „Planungsfehler“. Im letzten Jahr seien 17000 Euro geflossen und eben das solle fortgeschrieben werden. Im Kontext zu anderen Haushaltstiteln im Kulturetat sei eine Erhöhung auf 27000 Euro aber nicht möglich, so sehr er sich das auch wünsche.

 Woher Röttgers Ende Januar seine Sicherheit genommen hat, dass man künftig mit 27000 Euro rechnen könne? Das sei ja schließlich im Dezember 2014 beschlossen worden, so der Kämmerer. Er sei sicher davon ausgegangen, dass sie auch in diesem Jahr durchgehe. „Änderungen im Haushaltsverfahren sind aber immer möglich“, so Röttgers. Und die Stadtgalerie? „Ja, für die wäre es natürlich schön gewesen ...“ kru

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