12 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Aus dem Leben des „Entihelden“

Donald-Duck-Synchronsprecher Peter Krause im Metro-Kino Aus dem Leben des „Entihelden“

Am Ende heißt es Ente gut, alles gut, und Peter Krause quakt nochmal wie Walt Disneys Donald Duck. Seit 1988 ist Krause DD’s deutsche Synchronstimme und weiß aus der Historie des „Entihelden“ allerlei Anekdoten zu berichten.

Voriger Artikel
Mit Schöpfungsdemut und Albus’ Augen
Nächster Artikel
Jubel zum Tourstart von Anna Guder

Quakt als Donald Duck: Peter Krause.

Quelle: *

KIEL. Donald Duck ist ein Choleriker, weil er ständig am Leben scheitert. Darüber gibt es viel zu meckern, zu schnattern und vor allem zu quaken. Krause, der Enten-Caruso deutscher Stimme, ein „Linksbackler“, wenn er dem glücklosen Matrosen seine Fistelstimme leiht, kennt seinen Leinwandhelden aus dem „Ent-Ent“ oder auch „Eff-Eff“. Seit Kindesbeinen konnte er DD imitieren, fuhr in den 1980er Jahren Taxi in Berlin und bewarb sich schließlich „ent-folgreich“ für den Posten der deutschen Stimme für den Zeichentrick-Helden.

 Donald Duck wird dieser Tage 82. Am 9. Juni 1934 erblickte er in The Wise Little Hen das Licht der Leinwand, nur in einer Nebenrolle. Krause führt uns dahin zurück und in manche Zeichentrick-Kurzfilme, wo die Ente gegen die Unfairnisse des Lebens kämpfte – grandios etwa im Swing-Tanz mit Daisy, wo er zu wahrer Hochform des von Krause live lustvoll präsentierten Schnatterns und schließlich der Küsse von Daisy aufläuft.

 Seltener Sieg des Enten-Helden, meist „goose-lost“ er, und das macht ihn so sympathisch wie seinen Synchron-Sprecher und -Singer. Wie Synchron-Sprechen überhaupt geht, wie die Stimme nach zehn Takes dahin ist, erzählt Krause aus dem Nähkästchen. Und manche Anekdoten rund um Donald Duck, etwa dass es nach ihm benannt im Ungarischen den Neologismus „Donaldkacsázás“ gibt, was so viel „wie Donald keine Hose tragen“ heißt. Übrigens: dass DD keine Hose trägt, ist der Trickfilm-Ökonomie geschulkdet: „Die muss man in all den Einzelbildern, als das noch analog gemacht wurde, nicht ausmalen“, weiß Krause.

 Clarence „Ducky“ Nash gab DD erstmals die Stimme, an ihr orientiert sich Krause bis heute, denn Disney dekretierte, dass Donald Duck in allen Sprachen gleich quakend klingen sollte. Dabei ist Krause einer der besten Donalds, wie es im zugegebenen Duck-Dialog mit dem griechischen Synchron-Kollegen hörbar wird. Ente gut, alles gut – mit Krauses Stimme.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Kultur 2/3