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Dunkle Nächte, helle Tage

Finnische Kunst in der Stadtgalerie Kiel Dunkle Nächte, helle Tage

Marja Pirilä nimmt uns mit auf eine Reise durch ein verlassenes Haus: 15 lange Jahre lang hatte die neobarocke Villa „Milavida“ in Tampere leer gestanden, als die finnische Künstlerin sie zur Folie ihrer eindrucksvolle gleichnamigen Serie machte. Zu sehen sind ihre Fotografien jetzt in der Stadtgalerie Kiel, wo unter dem Titel Zwischen Licht und Dunkelheit finnische Gegenwartskunst zu sehen ist. 

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Die Fotokünstlerin Marja Pirilä arbeitet in unterschiedlichen Serien mit der alten Technik der Camera obscura, als Gehäuse nutzt sie auch Zinkeimer.

Quelle: ehr - Marco Ehrhardt

Kiel. Marja Pirilä ist eine von acht finnischen Künstlerinnen und Künstlern, die in der neuen Ausstellung den besonderen Stellenwert des Lichts in dem nordischen Land thematisieren. Anlass ist die Unabhängigkeit Finnlands, die sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt. Peter Kruska freut sich als kommissarischer Direktor der Stadtgalerie, dass er für diese Schau ein weiteres Mal mit der finnischen Kuratorin Ritva Röminger-Czako zusammenarbeiten kann. Sie hat gestandene Künstler ausgewählt, zeigt aber mit dem Maler Jukka Rusanen und dem Fotokünstler Sami Parkkinen auch zwei Vertreter der jungen Generation, die international auf dem Sprung sind.

 Der Mittsommer im Juni mit seinen nachtlosen Nächten oder die Dunkelheit des Winters – das Licht Finnlands weckt Assoziationen, die auch Klischees bedienen. „Als ich von Rovaniemi in Lappland zum Studieren nach Helsinki kam“, erzählt Marja Pirilä, „da hatte ich das Gefühl, dass dort alles viel einförmiger ist, grauer als oben bei uns im Norden mit seinen glitzernden Schneeflächen im Winter.“ Aber die Wahrnehmung solcher regionalen Unterschiede spricht auch für die Intensität, mit der Licht und Dunkelheit den finnischen Alltag dominieren. So hat Kuratorin Ritva Röminger-Czako starke künstlerische Positionen gefunden, die das Thema zwischen erzählerischer Naturnäherung und gesellschaftlicher Befragung ausloten.

www.stadtgalerie.kiel.de

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