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Zwischen Scherz und Schmerz

Kunst im Schleckermarkt Zwischen Scherz und Schmerz

Kiel. Die Metamorphose der ersten Kieler Laborausstellung geht weiter. Am Donnerstag, 4. Februar, wird der vierte und vorletzte Teil von „Born in Translation“ eröffnet.

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Ein Labyrinth aus Säulen und Podesten, dazu knallbunte Overalls: Jihae An und Clemens Böckmann.

Quelle: Foto: Björn Schaller

Kiel. Kiel. Die Metamorphose der ersten Kieler Laborausstellung geht weiter. Im vierten und vorletzten Teil von „Born in Translation“ präsentiert sich die Galerie im ehemaligen Schleckermarkt als Labyrinth aus weißen Podesten und Säulen. „Der Raum war mit der letzten Schau an einem Endpunkt angelangt“, so Clemens Böckmann, der sich wie seine Kollegin Jihae An zum Fototermin in einen putzigen Overall geworfen hat. Die nicht eben gut sitzenden Verkleidungen in kirschrot und laubfroschgrün sind Teil der Schau, deren Titel „schnärk“ nach dem erklärten Künstlerwillen eine assoziative Neuschöpfung aus den Begriffen „Schmerz“ und „Scherz“ sein will.

 „Wir werden den Raum komplett neu gestalten und bringen die Emotionen zurück“, verspricht Böckmann. Wie genau das geschehen soll, hängt im Grunde von jedem einzelnen Besucher ab, der sich seinen Weg durch den kunstvoll errichteten Irrgarten bahnt. „Alle Podeste sind von einer Seite bespielt. Es stecken Objekte darin, teilweise stehen auch welche drauf“, sagt Jihae An. Die „Objekte“, einzeln drapiert oder zu neuen Kontexten sortiert, sind Bestandteile der Vorgängerausstellungen. Andere Überreste tauchen als Schattenprojektionen in einem abgeteilten Bereich auf. Jeder kann eine eigene Geschichte darin entdecken und die kann unter Umständen „sehr emotional ausfallen“. Die Projektionen sind als Weiterentwicklung der ausstellungsbegleitenden Dokumentationen interessant, da sie als autonomes Kunstwerk verstanden werden können. Eine weitere Projektion von Fotos und Videos, die während des Ausstellungsaufbaus entstanden sind, öffnet den Galerieraum im hinteren Bereich und führt den Betrachter genüsslich in die Irre. „Wer einmal durchgeht, steht vor der Projektion und ist damit quasi wieder am Anfang.“

 Jochen Harzt und Christopher Ernst komplettieren das Künstlerquartett, das zur Vernissage am heutigen Donnerstag durch einen DJ temporäre Verstärkung erhält. Sein Auftritt wird als Videoaufzeichnung während der Ausstellung im Schaufenster laufen. sth

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