12 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Ein richtig guter Anfang

Panicburg City in der Schaubude Ein richtig guter Anfang

So ist das oft mit dem ersten Mal: Man arbeitet lange darauf hin und wenn es dann endlich soweit ist, dann ist es hoffentlich umso schöner, aber leider auch viel zu schnell vorbei. So war’s beim ersten Auftritt von Panicburg City.

Voriger Artikel
Festivalchor in der Elbphilharmonie
Nächster Artikel
"Innovation im Kleinen" - Flensburger Kurzfilmtage eröffnet

Punkteten bei ihrem Debüt mit durchdachten Melodie-Brettern: die Kieler Jungs von Panicburg City.

Quelle: Michael Kaniecki

Kiel. Seit März treffen sich Sänger Ingo, Bassist Marco, Gitarrist Carsten und Drummer Piet im Proberaum in der Festung Friedrichsort und feilen an melodiösen (Punk-)Rock Songs. Die vier Kieler nennen sich Panicburg City und sind aus den Rockbands Armstrong, Dead Day Rising und Desperados hervorgegangen.

 Die Kieler, allesamt alte Hasen, hatten jetzt in der Kieler Schaubude ihren ersten Auftritt. Schon mit dem Opener Foots fühlt man sich wie weggeblasen. Das Publikum hält Sicherheitsabstand. Der umgekippte Mikrofonständer, der vor der Bühne liegt, sei „keine Absperrung“ versichert Sänger Ingo. Also weiter im Text. Bei City Lights mangelt es nicht am Einfallsreichtum, eingestreute Breaks lockern die Struktur auf und eine stilvolle Bassfigur von Marco geht im Hintergrund spazieren. Unüberhörbar allerdings, vor allem beim Gitarrensound von Carsten, der Einfluss von Hüsker Dü, für den er sich in jedem Song seinen Platz freiräumt. Schlagzeug, Bass und Gitarre verschmelzen zu einem dichten, lärmenden Sound, bis der Gitarrist mit kleinen Soli ausschert. Weitere Songs wie Berlin Ahead oder Sound Of The Wire sind durchdachte Melodie-Bretter, angereichert mit scheppernden Ausbrüchen. Das nur anderthalbminütige Off Shelter lässt als Gratwanderung zwischen Midtempo und Hardcore Chaos regnen und tanzt aus der Reihe. Zuweilen wird nicht nur hier Ingos Stimme etwas vom gewaltigen Sound verschlungen, aber diese Feinheit stört sich nicht am Potenzial der Songs.

 „Für uns ist es einfach ein hammercooler erster Auftritt“, sagt Ingo vor dem letzten Song. Im Januar stehen erst einmal Studioaufnahmen an. Die Musiker verabschieden sich mit dem röhrenden Strange Ones wie sie gekommen waren. Fürs erste Mal ein richtig guter Anfang.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Kultur 2/3