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Musikalische Schwergewichte an Tag zwei

Elbjazz Musikalische Schwergewichte an Tag zwei

Mehr als 30 000 Besucher kamen zum Elbjazz 2017. Nicht nur ein Rekord bei diesem Hamburger Hafen-Festival, sondern nicht weniger als eine Verdopplung im Vergleich zu 2015. Besonders Grammy-Gewinner Gregory Porter zog ein großes Publikum an, das er restlos begeisterte.

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Das Konzert des mehrfachen Grammy-Gewinners Gregory Porter bildete den umjubelten Schlusspunkt.

Quelle: Manuel Weber

Hamburg. „Mit dem diesjährigen Line-Up wollten wir mit einem echten Hammer zurückkommen und zeigen, dass das Elbjazz auch mit Schwergewichten aufwarten kann", sagte Festivalleiter Alex Schulz.

Eines dieser Schwergewichte war ohne Zweifel Gregory Porter. Der mehrfache Grammy-Gewinner setzte auf der Hauptbühne den durchaus erwartbaren fulminanten und mächtig umjubelten Schlusspunkt des Festivals vor einer riesigen Menschenmenge. Unterstützt von seiner fantastischen Band und den Streichern des Kaiser Quartetts aus Hamburg unternahm der stimmgewaltige Bariton einen gut 100-minütigen Jazz-Soul-Funk-Ritt durch sein Repertoire voller exquisiter Songs, und Publikumsfavoriten wie der Ballade „Be Good“ oder dem fiebrigen „1960 What?“ einfach mal so wegzulassen, muss man sich schon leisten können.

Porter war von bei Premiere dabei

Allerdings war Porter durchaus nicht zum ersten Mal beim Festival aufgetreten. Schon bei der Premiere vor sieben Jahren hatten die beiden Festival-Gründerinnen Tina Heine und Nina Sauer ein gutes Näschen bewiesen und den damals in Deutschland nahezu unbekannten Sänger mit dessen Debütalbum im Gepäck zum Elbjazz geholt, wo er auf einer kleinen Bühne an der Peripherie des Geländes seinen ersten Auftritt in Deutschland hatte. 2014 war Porter dann bereits auf der Hauptbühne zu erleben.

Mit einem Bad in der Menge überraschte die französische Jazz-Funk-Sängerin Nina Attal. Mitten im Set verließ sie während eines ihrer Gitarrensoli rückseitig die Hauptbühne, um wie schon geahnt seitlich wieder aufzutauchen. Strahlend und spielend schritt sie durch die vorderen Reihen, gefilmt und fotografiert von etlichen eilig gezückten Smartphones.

Hip-Hop und Soul statt ruhiger Jazz

Stürmisch gefeiert wurden auch die Konzerte des Londoner Soul-Sängers Myles Sanko und der US-Hip-Hop-Interpretin Akua Naru, die beide auf der kleineren Bühne Am Helgen auftraten. Deutlich spärlicher besucht war hingegen am frühen Abend das Hauptbühnen-Konzert des jungen Hamburger Pianisten Benjamin Schaefer und seiner Band Quiet Fire gewesen. Was möglicherweise daran lag, dass sich viele nicht auf seinen in der Tat ruhigen, getragenen und auch anspruchsvollen Jazz-Ansatz einlassen mochten.

Hier sehen Sie Bilder vom zweiten Tag des Elbjazz-Festivals.

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Ein Artikel von
Thomas Bunjes
Kulturredaktion

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